Bis zu 50.000 Syrer
Trittin fordert Aufnahme von mehr Flüchtlingen

Innenminister Hans-Peter Friedrich erwartet die ersten von 5000 Flüchtlingen aus Syrien in Hannover. Der Grüne Jürgen Trittin will derweil allen in Deutschland lebenden Syrern erlauben, ihre Verwandten zu sich zu holen.
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BerlinGrünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin verlangt von der Bundesregierung, deutlich mehr Syrien-Flüchtlinge aufzunehmen. „Als erstes sollte Deutschland allen hier lebenden Syrern erlauben, ihre Verwandten nach Deutschland zu holen. Damit könnten schon einmal 50.000 kommen“, sagte Trittin der „Rheinischen Post“. Dies könne aber nur ein erster Schritt sein: „Als größtes Land in der Europäischen Union sind wir verpflichtet, die meisten Flüchtlinge aufzunehmen“, betonte der Grünen-Politiker.

Auf dem Flughafen Hannover wird am Mittwoch die erste Gruppe von insgesamt 5000 syrischen Flüchtlingen erwartet, zu deren Aufnahme sich Deutschland verpflichtet hat. Empfangen werden die etwa 110 Syrer von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Die meisten kommen aus dem Libanon oder anderen Nachbarländern Syriens, manche aber auch direkt aus dem Bürgerkriegsland. Ausgewählt wurden die Flüchtlinge von der Bundesregierung in enger Abstimmung mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Erster Aufenthaltsort ist das Grenzdurchgangslager Friedland, nach etwa 14 Tagen werden die Menschen auf die Bundesländer verteilt.

Auch die Mehrheit der Deutschen hält die Aufnahme der 5000 zusätzlichen syrischen Flüchtlingen einer Umfrage zufolge für angemessen. In einer "Stern"-Umfrage nannten 47 Prozent der Befragten die Zahl von 5000 Flüchtlingen genau richtig. 22 Prozent plädierten für die Aufnahme von weniger Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland. Diese Ansicht teilten besonders viele Ostdeutsche und Menschen mit Hauptschulabschluss. Dagegen sprachen sich 27 Prozent der Befragten dafür aus, mehr syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Dieser Einschätzung waren vor allem Bürger mit Abitur oder Studium und Wähler der Grünen. Für die Erhebung befragte Forsa 1002 Bürger am 5. Und 6. September.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bis zu 50.000 Syrer: Trittin fordert Aufnahme von mehr Flüchtlingen"

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  • Soll er doch erst einmal mal selbst Syrer bei sich aufnehmen,als gutes Beispiel..
    Das Gleiche gilt für die "Warze" Roth"und andere grüne Konsorten..Maulhelden..

    Das eigentliche Ziel ist hier ja nicht die Rettung von Menschenleben, sie ist für diese Partei nur Mittel zum Zweck der Destabilisierung unserer Gesellschaft durch die sich aus dem massenhaften Zuzug ergebenden Schwierigkeiten in unsere christliche Gemeinschaft..

  • "Muslime sind in islamischen Ländern besser aufgehoben."
    Wenn man die tatsächlich vorhandenen Muslime zugrunde legt, ist die BRD ein diesbezügliches, muslimisches Land und somit bestens geeignet, humanitäre Hilfe unter Gleichgesinnten zu verteilen. Sagen die Grünen, namentlich Herr von und zu und später dann auf und davon Trittin.
    Schlimm, daß so eine "Partei" überhaupt noch eine Stimme hier in der BRD bekommt.
    Hilfe ist menschenrechtlich angebracht, jedoch ist ein Vordrängeln vor den Anliegerstaaten ziemlich übertrieben. Wenn das Schule macht, haben wir bald halb Afrika und Asien zu beherbergen und wir können die Verantwortung für deren Wohlergehen in unseren klimatisch strengen Zonen nicht weiter übernehmen. Wird dann möglicherweise als inhumane Ausländerfeindlichkeit ausgelegt.

  • @Dermaddin

    Kriegsflüchtlinge: Hatten wir mit den Kosovo-Albanern auch schon mal. Hat überhaupt nicht funktioniert. Ich könnte Kleinstadtgeschichten erzählen..., aber die würdest du mir wahrscheinlich sowieso nicht glauben. Sehr unangenehmes "Zusammenleben," hochgradig brutal und kriminell. Natürlich nicht (nie!) alle, aber ein paar von der Sorte reichen schon. Und die fängt man sich garantiert ein bei dem "gewünschten" Zustrom. Und wer will diesen Leuten einen Vorwurf machen? Kommen sozusagen frisch aus dem Krieg (sorry, hört sich unangemessen zynisch an), haben Schlimmstes erlebt und gesehen, sind traumatisiert. Alles angeknackste Seelen. Dagegen, mein lieber Maddin, kannst du gar nicht therapieren. Deshalb: Keine Einwanderung aus der Ecke!

    Dagegen freue ich mich auf die Holländer, sollten die mal absaufen: Sind seit jeher gute Kaufleute und Fußball könnten sie bei uns mal richtig lernen.

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