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25.01.2005 
Verdrängungsmechanismen bis heute immer wirksam

Bischöfe mahnen zur Erinnerung an Auschwitz

Im 60. Jahr nach der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee warnt die katholische Deutsche Bischofskonferenz vor einer Zunahme des Antisemitismus in Deutschland.

HB BONN. „Auch in unserem Land scheint er zu erstarken, jedenfalls wird er wieder sichtbarer“, hieß es in einer am Dienstag in Bonn veröffentlichten Erklärung. „So liegt weiterhin ein langer Weg der Läuterung und der Auseinandersetzung vor uns.“

Die Deutschen hätten lange gebraucht, um sich der Verantwortung für das monströse Verbrechen zu stellen, das von Deutschen und im deutschen Namen begangen worden sei, hieß es weiter. Bis heute seien Mechanismen der Verdrängung wirksam.

In der polnischen Leidensgeschichte nehme Auschwitz einen herausragenden Platz ein, erklärten die Bischöfe. Im besetzten Polen seien das gesamte polnische Judentum und ein großer Teil der polnischen Intelligenz ermordet worden. „Gerade angesichts jüngst wieder aufgebrochener Kontroversen zwischen Deutschen und Polen über noch unbewältigte Kriegsfolgen muss daran nachdrücklich erinnert werden.“

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