Bisherigen Umsetzen werden unterschiedlich beurteilt
Börsianer: Reformen waren nur Anpassungen

Börsianer forden weitere Schritte im notwendigen Reformprozess. Für sie steht vor allem eine Neuordnung des deutschen Föderalismus und eine echte Steuerreform auf der Tagesordnung,

HB FRANKFURT. „Ich denke da vor allem an eine echte Steuerreform im Sinne einer Verschlankung der Gesetze. Außerdem sollte sich die Politik an eine Reform des deutschen Föderalismus trauen“, sagte Volker Borghoff, Aktienstratege bei HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die bisherigen Umsetzungen der Agenda 2010 wurden von Börsianern durchaus unterschiedlich beurteilt. „Auswirkungen der Reformen am Arbeitsmarkt und bei der Rente werden erst mittelfristig zu sehen sein. Überlagert wird das Erreichte durch die Diskussion um die Praxisgebühr und Ähnliches“, sagte Stefan Mitropoulos, Aktienstratege bei der Bankgesellschaft Berlin.

Borghoffs Analyse fällt weniger positiv aus. „Die bisherigen, so genannten Reformen waren aus meiner Sicht eher Anpassungen. Es sollte schon deutlich mehr passieren“, sagte er. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte am Morgen gut ein Jahr nach Ankündigung der Reformen ein positives Fazit gezogen und eine Fortsetzung angekündigt.

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