Bisheriges Gesetz „ist ein Minimalkompromiss“
Union will Risikokapital besser fördern

Die Private-Equity-Branche kann sich im Falle eines Regierungswechsels auf verbesserte Rahmenbedingungen einstellen. Die Union will für das Risikokapital international wettbewerbsfähige Standards schaffen.

BERLIN. „Deutschland muss international wettbewerbsfähige Standard für Risikokapital schaffen“, erklärte Michael Fuchs, der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Union auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

In Zeiten absehbarer Schwierigkeiten bei der Kreditfinanzierung sei davon auszugehen, dass immer mehr Unternehmen die Finanzierung mit Beteiligungskapital in Betracht ziehen werden, sagte Fuchs. Zwar hat die große Koalition das Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungsgesellschaften (MoRaKG) verabschiedet, doch für international vergleichbare Rahmenbedingungen habe dieses Gesetz nicht gesorgt, räumte Fuchs ein. Das von der SPD geführte Bundesfinanzministerium hatte hier die Federführung.

Mit der Kritik rannte Fuchs offene Türen bei Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, ein. Er nannte das MoRaKG einen Minimalkompromiss. Der deutsche Wagniskapitalmarkt sei ohnehin unterentwickelt und dies werde durch die globale Finanzkrise noch verschärft. „Ich habe das Gefühl, dass das Potenzial junger Unternehmen für die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft eines Landes vielfach nicht erkannt wird“, kritisierte Meyer-Kramer.

Mit dem MoRaKG hat die Regierung Schiffbruch erlitten. Bislang wurde noch keine einzige Wagniskapitalbeteiligungsgesellschaft nach dem MoRaKG gegründet. Im vergangenen Jahr wurden 1 140 deutsche Unternehmen durch Beteiligungskapital finanziert. Insgesamt investierten Private-Equity-Gesellschaften 8,4 Mrd. Euro.

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