"Bittere Niederlage"
Maas gibt Lafontaine Mitschuld

Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas hat dem früheren Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine die Mitschuld an der schweren Wahlniederlage seiner Partei bei der Landtagswahl im Saarland gegeben.

HB SAARBRÜCKEN. „Die Diskussionen mit und um Oskar Lafontaine haben uns nicht geholfen sondern geschadet“, sagte Maas am Sonntag in der ARD. Lafontaine müsse sich nun entscheiden, ob er sich innerhalb der SPD engagieren wolle oder außerhalb. Mit der Drohung der Beteiligung an einer neuen Linkspartei sei eine Zusammenarbeit mit ihm nicht möglich.

Daneben machte Maas auch den schlechten Bundestrend der SPD für den Einbruch der Partei verantwortlich. Die Landes-SPD müsse sich aber auch Fragen, ob die Oppositionsarbeit im Saarbrücker Landtag gut genug gewesen sei. „Das ist eine bittere Niederlage auch für mich“, sagte Maas.

Die Niederlage der SPD bei der Wahl im Saarland geht nach Einschätzung der Forschungsgruppe Wahlen auf einen dramatischen Einbruch der Stimmen bei den Arbeitern zurück. Nach Angaben der Wahlforscher vom Sonntag verloren die Sozialdemokraten in ihrem traditionellen Stammlager etwa 28 Prozentpunkte. In der ARD sagte Wahlforscher Jürgen Falter, die CDU habe das Protestpotenzial gegen die Bundesregierung nicht voll nutzen können. Viele Proteststimmen hätten sich auf kleine Parteien verteilt.

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