BKA-Präsident Holger Münch
„Das Darknet spielt zunehmend eine Rolle“

Nach dem Amoklauf in München nimmt das Bundeskriminalamt das sogenannte Darknet als Marktplatz für illegalen Waffenhandel stärker ins Visier. BKA-Präsident Holger Münch gibt einen Einblick in die Ermittlungen.

Herr Münch, wie groß ist die Bedrohung durch Waffen aus dem Darknet?
Waffen geraten aus verschiedenen Quellen in illegale Hände. Aus ehemaligen Kriegsgebieten zum Beispiel oder aus Diebstählen. Neuerdings beobachten wir vielfach so genannte Salut- und Dekowaffen, die zu scharfen Waffen umgebaut wurden. Diese werden illegal gehandelt. Und dabei spielt das Darknet eine zunehmende Rolle.

Wie viele Waffenhändler hat das BKA im Darknet schon erwischt?
Aktuell ermitteln wir in 85 Verfahren im Zusammenhang mit dem illegalen Waffenhandel im Darknet.

Sie haben 140 Mitarbeiter zur Bekämpfung von Cyberkriminalität und sagen, sie spielen damit in der Bundesliga. Reicht Ihnen das?
Es ist wie im Fußball, für die Champions League bräuchten wir einen größeren Kader und ein größeres Budget.

Wie groß müsste der Kader sein?
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich darüber nicht über die Medien diskutiere.

Ihre 140 Cybercrime-Spezialisten sind momentan führungslos. Gibt es schon einen neuen Teamleiter und wann fängt der an?
Das ist nicht richtig, wir haben den Gruppenleiter zwar gerade in eine neue Aufgabe gebracht, aber es gibt einen Vertreter. Die Ausschreibung für die neu zu besetzende Stelle läuft noch. Wir sind bestrebt, diese sehr schnell nach zu besetzen.

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