"Blühende Landschaften"
Stolpe verteidigt Kohl-Äußerungen zum Aufbau Ost

Nach Meinung von Bundesminister Stolpe haben sich einige Regionen in Ostdeutschland «toll» entwickelt. Altkanzler Kohl sei zu Unrecht wegen seiner Aussage über blühende Landschaften kritisiert worden.

HB BERLIN. Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe (SPD) hält es nicht für gerechtfertigt, Alt-Kanzler Helmut Kohl (CDU) wegen dessen Aussagen über die Entwicklung Ostdeutschlands zu kritisieren. Kohl sei mit der Aussage über blühende Landschaften «Opfer einer Schlagzeilenberichterstattung» geworden, sagte Stolpe der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Der Alt-Kanzler sei sich genau bewusst gewesen, «dass es einer großen und auch langen Anstrengung bedarf, den Osten auf Westniveau zu bringen.» Aus Sicht Stolpes sind mittlerweile «einige aufblühende Regionen entstanden». Eine ganze Reihe von Städten und Regionen im Osten hätten sich «toll entwickelt», sagte er.

Gleichwohl rechnet der Bundesminister mit weiteren 15 Jahren, bis der Osten keine Sonderförderung mehr braucht. «Das ist die unangenehme Botschaft, sowohl für den Westen, der weiterhin helfen muss, als auch für den Osten, der Geduld haben muss», sagte der Minister. Nach Auslaufen des Solidarpakts II im Jahr 2019 müsse aber Schluss sein mit den Sonderzuweisungen.

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