Blühender Arbeitsmarkt 2.840.000 Deutsche sind ohne Job

Die deutsche Wirtschaft trotzt der europäischen Schuldenkrise. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat um 88.000 auf 2.840.000. Dennoch erlebte der Arbeitsmarkt sein bestes Jahr seit 1991.
Update: 03.01.2013 - 10:25 Uhr 34 Kommentare

Arbeitsmarkt in Deutschland

NürnbergDer Arbeitsmarkt in Deutschland hat 2012 sein bestes Jahr seit 1991 erlebt, ist zum Jahresende aber stärker in den Sog des europaweiten Wirtschaftsabschwungs geraten. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren nach Angaben vom Donnerstag im Dezember 2,84 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 88.000 mehr gewesen als im November und 60.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7 Prozent. Im Jahresdurchschnitt verzeichnete die BA 2,897 Millionen Arbeitslose, rund 79.000 weniger als im Jahr 2011. Noch weniger Arbeitslose hatte es zuletzt 1991 im Wiedervereinigungsboom mit damals rund 2,6 Millionen gegeben.

Arbeitslosenquote in Deutschland
von Juni 2012 bis Juni 2013

in Prozent


"Der Arbeitsmarkt reagierte auch zum Jahresende robust auf die wirtschaftliche Eintrübung", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. "Spuren sind aber sichtbar." Saisonbereinigt legte die Erwerbslosenzahl den Angaben zufolge im Dezember den neunten Monat in Folge zu und stieg im Monatsvergleich um 3000.

Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten eine Zunahme um 10.000 erwartet. Finanziell schließt die BA das Jahr positiv mit einem Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro ab.

Für einen festen Arbeitsplatz sind viele Deutsche auch bereit, ihren Wohnort zu wechseln. Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist aus rein beruflichen Gründen schon mindestens einmal umgezogen, ergab eine repräsentative Umfrage für die Bertelsmann Stiftung. Demnach packten für einen Job 23 Prozent der Befragten schon einmal ihre Koffer.

Die Bereitschaft zur Mobilität steigt mit dem Bildungsabschluss. Von den Bundesbürgern mit Abitur oder Hochschulreife sind der Umfrage zufolge 40 Prozent schon einmal aus beruflichen Gründen umgezogen. Viele auch mehrfach. Ins Ausland sind für einen Arbeitsplatzwechsel 5 Prozent gegangen. Bei den Gründen für einen Umzug stehe ein fester Arbeitsplatz ganz oben. Für mehr als 60 Prozent war eine unbefristete Stelle der Anlass für den Ortswechsel. Dagegen seien weniger als 25 Prozent für eine befristete Stelle umgezogen, für einen befristeten Vertrag unter einem Jahr hätten nur knapp 10 Prozent die Umzugskisten gepackt.

 
  • rtr
  • dpa
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34 Kommentare zu "Blühender Arbeitsmarkt: 2.840.000 Deutsche sind ohne Job"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Vergessen wir nicht die Menschen, denen die Kerze jeden Abend nicht lange genug brennen mag und dafür sollen sie jetzt auch noch sparen? Wie soll das denn gehen?

    Wo manche Birne aus der Fassung sprang, dauert es mitunter Jahre, bis eine neue wieder für klare Sicht sorgt. Vom Tag will ich gar nicht reden. In diesen Tagen zieht ohnehin genügend N(i)ebel auf. Auch der Qualm wird sich verflüchtigen, nach dem Sonntag, dem 6.1.2013

  • Die permanente Lüge, das einzige, was in diesem unserem Lande Hochkonjuktur Besitz ergriffen hat, und zwar auf hohem Niveau.

  • WAS SOLL DAS LÜGEN , wo für SEID JAHREN STÄNDIG die GLEICHEN DURCH REICHER WERDEN ??? NUR für diese DER STAAT DA und HILFST ? HARTZ GESETZE HABEN alle VÖLKER , der ERDE , IN ARMUT , durch DIESE KONKURRENZ , GEJAGT und sie WOLLEN NOCH MAL ZEIT KAUFEN , bei DEN DOOFEN DIE IMMER NOCH NICHT ANFANGEN ZU DENKEN , weil der ANFANG DES DENKENS WEH TUT und man LÜGEN NICHT SEHEN , durch VERSTEHEN , LERNEN WILL .
    SO , durch DIESE TAT . SIND MIT TÄTER .
    ANTWORTEN sie NICHT !!! Bin KEIN FROSCH .

  • Wir werden alle in Zukunft mit weniger auskommen müssen. Alle merkens, keiner gibts zu, keiner wills wahrhaben. Wer doch ausserordentlichen Wohlstand (bzw. den der alten Tage) will, der muss sich auch ausserordentlich anstrengen und darf nicht jeden tag vorm Laptop hocken und in Foren kommentieren :). Der Staat ist nicht mehr in der Lage uns den Wohlstand zu verschaffen. Aber was solls, gibt genug Wege für sein Glück zu sorgen. Es muss kein Riesenhaus sein, vieleicht n kleines von der Stange oder halt ne kleine Wohnung in der Stadtmitte, dann halt kein Benz, sondern n Cube Mountainbike und falls n Auto erforderlich ist wirds halt mal gemietet, man braucht auch keinen 100 Zoll Flatscreen fürs Wohnzimmer.

  • LÜGEN ist NUR NOCH LÄCHERLICH

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/beschaeftigung-3-2-millionen-arbeitslose-gelten-nicht-als-arbeitslos-1512738.html

    WIEVIEL VOLLZEITARBEITSPLÄTZE HABEN VERLOREN ?

    Sich Gott , DA VERSTANDEN IDEE und NUN IDEE LEBT .
    ATHEIST Frank Frädrich
    EIN Original .
    SOUVERÄN .
    LAS mir VON NIEMANDEN WAHRHEIT SAGEN VERBIETEN . VON NIEMANDEN .
    NUR WÜRDE WAHRHEIT SAGEN , würde ÜBERALL ES BRENNEN .
    BIN AUF der SCHWARZEN LISTE . WÜRDE ihnen SONST MILLIARDEN AUS der Hand nehmen und WISSEN = UMVERTEILEN .

  • Betroffene Hund bellen.

  • Dekadenz und "geistiges Vacuum" sind das Leit-Symbol der Sendungen vom zwangs-bezahlten GEZ-TV.

    Die tausenden Intendanten, Promies und alles was im main-stream mitschwimmt "sahnt ab" auf Kosten der zwanggeschröpften Deutschen, die solche Kanäle schon lange wegschalten am Fernseher.

    Aber auch das keiner zuschaut interessiert die Intendanten nicht - sie wollen ja nur stein-reich werden. Das ist der ganze Sinn der täglich hohlen Sendungen bei GEZ-TV.

    Das Polit-Theater ist in Deutschland eine reine "Unterhaltungs-Fassade". Die Politiker halten den Deutschen den Hintern hin und raus klackert nur Mist.

    Die regierungstreue Theater-"System-Presse" ist zur Verteilung der täglichen Schei..e verantwortlich und natürlich auch das zwangs-bezahlte GEZ-TV lebt prächtig vom Verteilen und der Erzeugung von Müll und Verdummung.

    Klickt mal stern.de spiegel.de focus.de welt.de hintereinander durch - was da für ein immer gleicher Propaganda-Müll drinsteht. Und alle Artikel und Überschriften (DPA Vorgaben) überall vorhanden.

    Da wird einem nur noch schlecht beim Lesen. Beliebtheit der CDU und Merkel jetzt schon bei 1200 %. Steigt wunderlich unaufhaltsam. Gröhe und Kauder klatschen begeistert ...

    Herr Bofinger (Wirtschaftsweiser) Herr Pfeiffffer (Kriminaloge) Herr Ulrich Deppendorfff (Kommentator ARD) Herr Falter (FORSA) Frau Slomka (heute journal) Frau Will, Jörg Schönenborn (WDR Chedredakteur + Phoenix Presseclub) wie lange quälen die uns schon und leben von Steuern und Gebühren prächtig ?? Man kann die alle nicht mehr sehen und hören (ich schalte immer den Ton ab, wenn ich denn mal GEZ-TV anschalte ... Bilder reichen da vollkommen ! (wenn überhaupt).

  • Es ist wirklich beeindruckend wie in Deutschland in den letzten Jahren die "Arbeitslosigkeit" abgebaut wurde. Bald werden wir in den negativen Bereich eintauchen! Meine Hochachtung für die "wunder"vollen Statistiker des Arbeitsamtes oder wie auch immer diese Behörde momentan heißt.
    Ebenfalls meine Hochachtung (ungefähr die gleiche Dosis) für die "Investigativ-Journalisten" des Handelsblatts, die wie gewohnt die wirtschaftlichen Daten kritisch hinterfragen statt sie einfach dem Nachrichtenticker der Zentralagenturen zu entnehmen! Da weiß man doch, wofür man Journalist geworden ist!

  • @ Rene

    Gehen sie wieder arbeiten, die Freizeit tut ihnen nicht gut..?!!!

  • 41,5 Millionen Menschen in Lohn und Brot klingt gut. Besser wäre es aber, wenn das Arbeitsvolumen signifikant gestiegen wäre. Soweit mir bekannt ist, werden aktuell nicht mehr Stunden geleistet, als z.B. Anfang der 90ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

    Zu häufigen Umzügen: 2-3 Mal umgezogen = 1 Mal abgebrannt. Umziehen lohnt sich einfach für viele Arbeitnehmer nicht. Der Mehrertrag deckt meist nicht die anfallenden Kosten.

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