BND-Untersuchungsausschuss
Khaled el Masri wurde von "Deutschem" verhört

Der Ende 2003 in Mazedonien entführte Deutsch- Libanese Khaled el Masri hat erneut bekräftigt, dass er während seiner Gefangenschaft in Afghanistan von einem Deutschen verhört wurde.

HB BERLIN. Von Mitte Mai 2004 an sei er mehrmals von einem Mann namens „Sam“ vernommen worden. „Sam war vom Aussehen und auch vom Akzent ganz sicher Deutscher“, sagte El Masri am Donnerstag bei der Vernehmung im BND-Untersuchungsausschuss in Berlin.

Sam habe ihn in Afghanistan von einem Hungerstreik abbringen wollen und dabei betont, dass er „Rücksprache mit Deutschland“ halten wolle. Auch habe er zu ihm gesagt: „Wir haben einen neuen Bundespräsidenten.“

Sichtlich bewegt erzählte El Masri auch von der Heimkehr nach Deutschland nach fünfmonatiger Gefangenschaft. „Sam“ habe ihn vorher noch gewarnt: „Wenn Sie nach Hause kommen, bitte nicht erschrecken.“ Die Familie El Masris war in der Zwischenzeit in den Libanon zurückgekehrt.

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