0 Bewertungen
03.05.2007 
Zusammenarbeit soll besser werden

BND vor „tief greifender Veränderung“

Der Bundesnachrichtendienst (BND) wird umorganisiert. Dadurch soll die Zusammenarbeit der einzelnen Mitarbeiter besser werden.

HB BERLIN. Durch neue Regeln der Zusammenarbeit solle die Abschottung überwunden werden, die die 6000 Mitarbeiter untereinander pflegten, berichtete die „Süddeutschen Zeitung“ am Donnerstag vorab. Zudem solle der BND künftig in engem Kontakt mit den anderen deutschen Sicherheitsbehörden stehen. Geplant sei auch eine bessere Vernetzung mit dem Auswärtigen Amt.

„Das ist eine tief greifende Veränderung, die der BND hier erlebt“, sagte Kanzleramtschef Thomas de Maiziere der Zeitung. Der Verfassungsschutz habe eine solche interne Reform schon hinter sich, nun solle auch der BND durch diese Strukturänderung den neuen Herausforderungen besser gerecht werden.

Die umfassendste Änderung soll nach dem Bericht die Einführung des so genannten Desk-Prinzips bringen: Die beiden großen Abteilungen Beschaffung und Auswertung sollen zusammenarbeiten, also diejenigen Beamten, die Informationen gewinnen und Agenten führen, und diejenigen, die diese Informationen auswerten. Diese beiden Abteilungen sollen in der neuen Zentrale in Berlin 2011 zusammengeführt werden, schreibt das Blatt.

Vor allem solle das Controlling verstärkt werden, heißt es in dem Bericht. „Wie wird eine Operation richtig aufgebaut, wie hoch sind die Risiken, was darf sie kosten? Diese Fragen, müssen noch stärker beachtet werden“, sagte de Maiziere. Es müsse klar sein, was der Auftrag sei. Und danach müsse kontrolliert werden, ob er erfolgreich gewesen sei oder nicht.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterBildergalerien

zurück
  • Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Die Milliardärin Penny Pritzker aus Chicago soll nach US-Medienberichten Wirtschaftsministerin in der Regierung des designierten Präsidenten Barack Obama werden. Mit dieser Personalie nimmt die Regierungsmannschaft zwei Wochen nach der US-Wahl allmählich Gestalt an.Bildergalerie 

  • Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlos...

    Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlossen wurde

    Auf dem Weltfinanzgipfel in Washington wollten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) einen Fahrplan für eine neue Weltfinanzordnung vereinbaren, die eine Finanzkrise, die die ganze Welt in die Rezession treibt, in Zukunft verhindern soll. Was beschlossen...Bildergalerie 

  • Was führende Köpfe vom Finanzgipfel e...

    Was führende Köpfe vom Finanzgipfel erwarten

    Nichts Geringeres als eine neue Weltfinanzordnung wollen die 20 Staats- und Regierungschefs der größten Wirtschaftsmächte am Wochenende in Washington aus der Taufe heben. Was Politiker, Konzernchefs, Ökonomen und andere führende Köpfe aus der Finanzwelt vom Weltfinanzg...Bildergalerie 

vor

 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Kein Ausweg aus der Finanzkrise in Sicht  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Hermann-Josef Knipper

Der letzte Tag der „Euro Finance Week“ in Frankfurt hat das ganze Drama der Macht- und Ratlosigkeit der Finanzbranche deutlich gemacht. Nach der harschen Kritik von Bundespräsident Horst Köhler, der nicht weniger als ein neues Weltfinanzsystem gefordert und viele Schuldige benannt hatte, mühten sich Banker, Ökonomen und Notenbanker um Auswege aus der Krise. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Deutscher Bauernstaat  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Helmut Hauschild

Die Bundesregierung tut sich mit ihrer Agrarpolitik als Industriestaat keinen Gefallen. Kommentar