Dies sei in der Terrorismusabteilung bereits umgesetzt und habe sich als Modell bewährt, sagte Borchert. Auswerter und Beschaffer säßen dort an einem Tisch. Das schaffe Transparenz. Aus den bislang acht Hauptabteilungen des BND sollen künftig zwölf werden. Doch werde eine Ebene aus der Führungshierarchie abgeschafft und die Arbeitsebene gestärkt, sagte Borchert. Ziel sei eine Verschlankung des Apparats.
Das Kanzleramt hat die Reformpläne und den Zeitplan bis zum 1. Januar 2009 den Medienberichten zufolge genehmigt und führende Parlamentarier darüber informiert. Uhrlau habe den Umbau ursprünglich bis 2012 strecken wollen, meldete „Focus“. Damit wäre er parallel mit dem Umzug nach Berlin umgesetzt worden.
Der FDP-Innenpolitiker Max Stadler lobte, dass die Reform nach den Skandalen der vergangenen Jahre in Angriff genommen werde. Auch sei „eine stärkere Kontrolle des BND durch das Bundeskanzleramt dringend erforderlich“. Darüber dürften aber die parlamentarischen Kontrollrechte nicht vergessen werden. Die Koalition solle deshalb dem Gesetz zur Reform des Parlamentarischen Kontrollgremiums zustimmen, forderte Stadler.


