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Bob Corker: US-Senator fordert höheren Nato-Beitrag der Europäer

exklusivEuropas Staaten investieren zu wenig ins Militär, sagt Bob Corker. Der Republikaner will sie bei der Nato-Finanzierung stärker zur Kasse bitten. Doch Corker mahnt auch Reformen im eigenen Land an.

Bob Corker: „In Europa gibt es nur drei Länder, die das Nato-Ziel erreichen“. Quelle: Reuters
Bob Corker: „In Europa gibt es nur drei Länder, die das Nato-Ziel erreichen“. Quelle: Reuters

New YorkDer republikanische Senator Bob Corker will europäische Nato-Mitglieder bei der Finanzierung des Militärbündnisses stärker zur Kasse bitten. „Amerikas Anteil an den Militärausgaben der Nato liegt heute bei 75 Prozent. Auf unsere europäischen Partner entfallen nur 25 Prozent“, sagte Corker dem Handelsblatt. „In Europa gibt es nur drei Länder, die das Nato-Ziel erreichen, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für das Militär auszugeben. Das muss sich ändern!“

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Der Senator aus dem US-Bundesstaat Tennessee ist gerade zum führenden Republikaner im außenpolitischen Ausschuss ernannt worden und nahm Anfang Februar an der Sicherheitskonferenz in München teil.

USA und Barack Obama

Im eigenen Land fordert Corker umfangreiche Reformen bei den Sozialsystemen und einfachere Steuergesetze. „Amerika muss dringend den Haushalt konsolidieren. Die größte Sorge unserer Verbündeten ist, ob wir unsere Schuldenkrise in den Griff bekommen.“

Am 1. März treten in den USA drastische Ausgabenkürzungen in Kraft, wenn sich Demokraten und Republikaner nicht vorher noch auf einen milderen Sparplan einigen. Das Klima in Washington ist seit Monaten vergiftet. Obama forderte am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation, Steuerschlupflöcher zu schließen und Wohlhabende stärker zu besteuern. Republikaner lehnen Steuererhöhungen ab.

  • 15.02.2013, 08:26 UhrHagbard_Celine

    Europa lässt sich genauso wenig "überrennen" wie China.

    Es gibt Dinge die kann man nicht "outsourcen" und dazu gehört die Landesverteidigung. US Truppen in Europa sind genau das: US Truppen. Und diese Truppen werden im Erstfall US Interessen vertreten und das sind nun einmal nicht unsere.

    Wo es mit Logik nicht weitergeht wird von ihnen gleich das Wort "anti" rausgeholt, mach ich jetzt auch mal: Sie sind Anti-Europäisch.



  • 14.02.2013, 10:27 UhrAxelSiegler

    .. ja, ja: Anti-Amerikanismus am Morgen ..
    1) man muss schon an exorbitanter geschichtlicher Amnesie leiden, wenn man die Frage aufwirft, wieso Ammi-Truppen in Europa stationiert sind und nicht umgekehrt - die Alternativen der Stationierung deutscher oder sowjetischer Truppen erscheinen mir weitaus ungünstiger ... auch wenn ich dieses Szenario dem Verfasser dieses unseeligen Kommentars gern an den Hals wünsche!
    2) Ungeachtet der Grösse könnte doch jede dazu entschlossene Mittelmacht das gutmenschlich verseuchte Dekadenz-Europa überrennen .. dass dann nur wieder USA anbetteln würde, ihm doch die Kohlen aus'm Feuer zu holen, siehe Balkan etc ... ich hoffe nur, dass dann die Amis einmal genug stolze Eitelkeit aufbieten, es nicht zu tun .. und die Europäer ihrem eigenen verdienten Schicksal überlassen. Dass davon noch nicht auszugehen ist, ist der einzige Grund, dass es bislang noch niemand versucht hat!

  • 14.02.2013, 08:01 UhrHagbard_Celine

    Warum sollten mit europäischen Steuergeldern Waffensysteme finanziert werden die wir im Ernstfall gar nicht kontrollieren ?

    Die Nato ist in ihrer heutigen Form nichts als ein Feigenblatt US Truppen in Europa "zu belassen".

    Was würde denn die amerikanische Öffentlichkeit sagen wenn deutsche Bodentruppen in den USA stationiert werden würden ?

    Oder denken wir uns einmal den Fall das Deutschland ein Land überfällt und dann die Bündnis Solidarität von den USA einfordert.

    Rüstungsausgaben von 1...2% der Wirtschaftsleistung sind angemessen - aber - nur dann wenn Europa die Truppen auch im Ernstfall kontrolliert und diese somit ausschließlich für Europas Interessen eingesetzt werden.

    Ein Angriff auf Europa ist genauso denkbar wie ein Angriff auf China, es ist schlicht und einfach zu groß.

    Corker gehört zu denjenigen die versucht haben die Nominierung von Hr. Hagel zu verhindern weil der nicht willens ist auf Zuruf den nächsten Krieg im Orient zu führen, in wessen Auftrag kann sich der geneigte Leser denken.

    Tennessee Republican Senator Bob Corker reiterated concerns about Hagel's views on Iran, Israel and U.S. nuclear weapons modernization, but also aired another charge against him: his temperament.

    Wie sagt man so schön: no further questions, Senator Cork.

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