Böge: Keine Angaben zum Stand der Ermittlungen
Zementherstellen müssen Bußgeld zahlen

Sechs weitere Zementhersteller müssen Bußgelder in Höhe von insgesamt 41 Millionen Euro zahlen. Das Bundeskartellamt hat diese Strafen wegen Preis- und Gebietsabsprachen verhängt, teilte Kartellamtschef Ulf Böge am Mittwoch mit.

HB BONN. Böge sagte am Mittwoch in Bonn, mit der Verhängung dieser Bußgelder seien nun alle Verfahren gegen die an dem Zementkartell beteiligten Unternehmen abgeschlossen. Die Namen der nun betroffenen mittelständischen Firmen nannte er nicht. Im April hatte das Kartellamt bereits gegen die sechs größten Zementhersteller in Deutschland Bußgelder von insgesamt 661 Mill. Euro verhängt und damit das höchste Bußgeld seiner Geschichte. Die höchste Strafe war mit 252 Mill. Euro auf Heidelberg-Cement entfallen. Bußgelder mussten auch die Wiesbadener Dyckerhoff, Schwenk Zement, die französische Lafarge, die zum schweizerischen Holcim-Konzern gehörende Alsen AG und die britische Readymix zahlen.

Die kartellrechtliche Prüfung des Verkaufs des Berliner „Tagesspiegel“ an den früheren Holtzbrinck-Manager Pierre Gerckens dauere noch an, sagte Böge. Er sei aber zuversichtlich, in den nächsten Tagen über den Stand des Verfahrens berichten zu können. Zum Stand der Ermittlungen bei mehreren weiteren großen Kartellverfahren wollte sich Böge nicht weiter äußern. Unter anderem prüft die Behörde Kartellvorwürfe gegen mehrere Unternehmen des Pharmagroßhandels, des Papiergroßhandels, gegen mehrere Industrieversicherer und gegen zahlreiche Unternehmen der Entsorgungswirtschaft.

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