Börsennotierte Immobiliengesellschaften
Union opponiert gegen Steinbrücks Reits-Pläne

Der Kompromissvorschlag von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zur Einführung der börsennotierten Immobiliengesellschaften (Reits) in Deutschland stößt auf den Widerstand der Union: Der für Reits zuständige CDU-Parlamentarier lehnt den Vorschlag Steinbrücks ab, Wohnimmobilien aus Reits auszuklammern.

HB BERLIN. Leo Dautzenberg sagte dem Handelsblatt: „Wir bauen auf den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, der die Wohnimmobilien einschließt. Etwas anderes ist mit uns auch gar nicht erörtert worden“. Wenn Steinbrück jedoch Wohnimmobilien ausklammern sollte, „wäre der Entwurf so amputiert, dass ein Reits-Gesetz wenig Sinn machen würde“, fügte der Finanzexperte hinzu. Er könne sich nicht vorstellen, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Entwurf dann mittragen würde.

Steinbrücks Vorstoß, Wohnimmobilien auszuklammern, war ein Zugeständnis an die überwiegend linken Reits-Kritiker in der SPD. Ohne sie wäre eine parlamentarische Mehrheit kaum zu bekommen. Ortwin Runde (SPD), einer der Wortführer und Mitverfasser des Positionspapiers „Heuschrecken vor der Haustür?“, würdigte denn auch Steinbrücks Friedensangebot: „Wohnimmobilien sind für uns der sensibelste Bereich bei Reits. Wenn das gelöst wird, könnte das ein Kompromiss sein.“ Verhaltener äußert sich Florian Pronold, stellvertretender finanzpolitischer Sprecher der SPD: „Wenn Wohnimmobilien ausgeklammert werden, hilft das schon sehr viel“, so Pronold. Aber ein ebenso wichtiger Punkt sei die steuerliche Auswirkung. Und hier gebe es noch viele Fragen.

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