
Der Vorschlag von Gesundheitsminister Daniel Bahr klingt populär: Krankenkassen, die im Geld schwimmen, sollen ein Teil ihrer Beiträge an die Versicherten zurückgeben. Doch die Idee bringt nur wenigen etwas und schadet vielleicht viel. Gefördert werden dadurch womöglich sogar die großen Krankenkassen, die gerne kleine Institute schlucken möchten.
Geschwächt würden dagegen vor allem einige kleinere der knapp 150 Krankenkassen, die noch solide dastehen. Wenn diese ihre Rücklagen plündern, könnten sie schneller als erwartet in eine Schieflage geraten und damit zu Fusionskandidaten für die Großen werden.
"Aus schwarzen Zahlen können schnell rote Zahlen werden, insbesondere wenn die wirtschaftliche Situation sich verschlechtert und gesetzliche Kostenbegrenzungsmaßnahmen des GKV-Finanzierungsgesetzes auslaufen", warnt dementsprechend Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek).
Es geht um relativ wenig gesetzlich Versicherte. Nach einer Information der „FTD“ aus Regierungskreisen könnten etwa sieben Millionen Versicherte von Beitragsrückzahlungen profitieren. Das entspricht einem Zehntel der 70 Millionen Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Die Zahl ist interessant. Sie zeigt: Die drei größten Krankenkassen, Barmer GEK, Techniker und DAK Gesundheit, kann Bahr nicht gemeint haben. Denn Barmer GEK und Techniker (TK) haben jeweils mehr als sieben Millionen Versicherte. Der Barmer GEK geht es bisher ohnehin nicht so blendend, dass Boni an Versicherte in Frage kämen.
Die Barmer GEK ist die größte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 01.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,6 Millionen Deutsche sind bei ihr versichert.
Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands ist die Techniker Krankenkasse (TK) mit 7,9 Millionen Versicherten. Allein im vergangenen Jahr ist die TK um 339.000 Versicherte gewachsen. Allerdings zahlen nur und 5,6 Millionen Mitglieder tatsächlich Beiträge.
Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist ab sofort mit 6,6 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774.
In der Rangfolge hinter der neuen DAK Gesundheit liegt die AOK Bayern mit 4,3 Millionen Mitgliedern. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.
An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Derzeit sind 3,8 Millionen Menschen bei ihr versichert.
Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein ebenfalls erst kürzlich fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist Anfang August aus der IKK Classic und der Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie 3,6 Millionen Mitglieder.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat 2,9 Millionen Mitglieder. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.
Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den siebten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.
Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an achter Stelle.
Auch in Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Ingesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Mitglieder - das macht den neunten Platz deutschlandweit.
Die TK gehört zu den größten Zahlern im brancheninternen Ausgleich. "Kein Bundesland zahlt so viel in den Länderfinanzausgleich wie wir an andere Krankenkassen", klagt Vorstandschef Norbert Klusen. Mit der Folge, dass dieses Geld für die Weitentwicklung der Krankenkasse und Investitionen in die Gesundheitsvorsorge fehlt. Für jede Krankenkasse ist es sehr schwer, den Finanzbedarf eines Jahres für sich einzuschätzen. "Der Risikostrukturausgleich ist eine schwarze Box", kritisiert Klusen.
DAK Gesundheit kommt schon deswegen nicht als Rückzahler in Frage, weil die beiden Fusionspartner DAK und BKK Gesundheit bis Ende März noch einen Zusatzbeitrag erheben. Beide waren vor zwei Jahren in Finanznot geraten und wollen durch ihre neue Größe auch politisch mehr Gewicht entfalten.
Weitere zehn der 15 größten Krankenkassen scheiden als Beitragsrückzahler ebenfalls aus. Dazu zählt zum Beispiel die IKK Classic, die sechstgrößte Kasse mit 3,6 Millionen Versicherten. Die Innungskrankenkasse hat gerade erst ein Schwesterunternehmen aus dem eigenen Kassenverband übernommen, die Vereinigte IKK, die am Rande der Schließung stand. Hier läuft der Fusionsprozess noch auf vollen Touren und die Sanierung ebenso.
Ebenfalls außen vor ist die KKH-Allianz. Die elftgrößte Krankenkasse wird erst Ende Februar den ungeliebten Zusatzbeitrag abschaffen und steht finanziell nicht so glänzend da, dass das Institut sich Rückzahlungen leisten könnten.
Inkompetenz = FDP raus aus der Regierungsverantwortung,
A. Merkel hätte die Chance gehabt, bei der unsäglichen Orgie
zur BP-Wahl, also GAUCKL´erei, der ein IM war, Deckname LARVE, schaut nach beim Berliner Tagesspiegel am28.09.2000
Dr. Sommer der plagiatsfreie aus Bayern
PKV und GKV sofort zusammenlegen - und das ganze freizusetzende Schmarotzerpack sofort zu Hartz IV verdonnern. Und schon ist die Parasitenparty gelaufen.
Es geht den Gelben - als Lobbyisten der PKV und der Pharmabranche - nur darum, die Gesetzlichen kassen unantraktiv zu machen.
Deshalb hat die FDP auch ein Problem mit zu wenigen Kassen, da die dann eine "zu große Marktmacht" gegenüber des Pharmakartells haben.
Ein erster Schritt wäre, die Kassenbeiträge wieder unterschiedlich zu gestalten. Kassen, die gut wirtschaften, haben niedrige beiträge, schlecht wirtschaftende eben hohe. Das würde die Kassenlandschaft verkleinern.
Weiterhin wäre eine Absenkung der Zuzahlungen, Abschaffung der 10€ Arztgebühr gängige Wege.
ich denek, man sollte deui FDP nicht so ernst nehmen, und immer bedenken, es ist ein Haufen junger, lebensunerfahrener Lobbyisten. Bald hat sich das hoffentlich erledigt
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