Bonner Bombenfund
Polizei sucht zweiten Verdächtigen

Im Fall der Bombe auf dem Bonner Bahnhof verfolgt die Polizei eine neue Spur: Eine zweite Person wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Die Umstände der Tat bleiben aber weiter im Dunkeln.
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KölnDie Polizei sucht im Fall des Bonner Bombenfundes nach einem zweiten Tatverdächtigen. Neben dem bereits zur Fahndung ausgeschriebenen dunkelhäutigen Mann werde nun auch nach einem hellhäutigen Mann gefahndet, sagte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers am Mittwoch.

Am Montag war auf einem Bahnsteig am Bonner Hauptbahnhof eine Tasche mit einem Sprengsatz gefunden worden. Zwei zunächst festgesetzte Männer ließ die Polizei am Dienstagabend wieder auf freien Fuß.

Ein Metallrohr mit Ammoniumnitrat, vier Gaskartuschen, ein Wecker und eine Zündvorrichtung. Das war der Inhalt der blauen Nylonsporttasche, die am Montag an Gleis 1 im Bonner Hauptbahnhof abgestellt wurde. Marke Eigenbau war dieser Sprengsatz - und brandgefährlich, wie Bundesanwalt Rainer Griesbaum am Mittwoch in Karlsruhe bestätigte. Nur ob die Bombe auch hätte hochgehen können, das konnte die Polizei auch am Mittwoch noch nicht sagen. Denn obschon die Konstruktion eine Zündvorrichtung enthielt - einen Zünder haben die Ermittler nicht gefunden. Denkbar ist, dass er bei der Entschärfung zerstört oder weggeschleudert wurde.

Ebenso unbeantwortet ist die entscheidende Frage: Stecken Terroristen dahinter? Bei den Stichwörtern „Bombe“, „Tasche“, „Bahnhof“ denkt man gerade in Nordrhein-Westfalen sofort an die Kofferbomber von 2006. Der damals 25 Jahre alte libanesische Student Youssef El Hajdib hatte im Kölner Hauptbahnhof zusammen mit seinem Komplizen Jihad Hamad zwei Kofferbomben in Regionalzügen deponiert.

Die Zünder lösten zwar aus, die Bomben detonierten aber nicht, weil in den Gasflaschen kein explosionsfähiges Gemisch war. El Hajdib wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf als Haupttäter zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 20 Jahre alte Hamad wurde 2007 im Libanon für zwölf Jahre ins Gefängnis geschickt.

Sollte auch diesmal ein Terroranschlag geplant gewesen sein, so haben die Täter dem Anschein nach noch größere Fehler gemacht. Wie Griesbaum berichtete, wurden Zeugen auf die Tasche auch deshalb so schnell aufmerksam, weil blaue Drähte herausragten. Obendrein war sie offen, so dass Kabel, längliche Behälter und einen Wecker sichtbar waren. Das klingt fast eher nach einem ganz bösen Witz. Doch viele gescheiterte Terroranschläge der vergangenen Jahre bezeugen, dass Fanatismus und Professionalität - glücklicherweise - nicht immer Hand in Hand gehen.

Allerdings ist in diesem Fall eben noch gar nicht geklärt, ob Islamisten überhaupt ihre Hände im Spiel hatten. Ein Verdacht gegen zwei einschlägig bekannte Bonner Islamisten hat sich zunächst nicht bestätigt. Die beiden Männer, die am Dienstag in Gewahrsam genommen worden waren, wurden noch am Abend wieder freigelassen. E

ine Panne der Polizei? Wohl nicht. Bei einer so großen Fahndung mit mehreren hundert Ermittlern sei es ganz normal, dass man alle Spuren verfolge und dann zwangsläufig viele davon erkalteten, hieß es am Mittwoch aus Polizeikreisen. Nur eine Spur von vielen könne sich schließlich als die richtige erweisen.

 


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Ein Metallrohr mit Ammoniumnitrat, vier Gaskartuschen, ein Wecker und eine Zündvorrichtung. Das war der Inhalt der blauen Nylonsporttasche, die am Montag an Gleis 1 im Bonner Hauptbahnhof abgestellt wurde. Marke Eigenbau war dieser Sprengsatz - und brandgefährlich, wie Bundesanwalt Rainer Griesbaum am Mittwoch in Karlsruhe bestätigte."

    Also Leute, aus einem Metallrohr mit Ammoniumnitrat und vier Gaskartuschen wird doch keine Bombe nur weil man einen Wecker nebendranlegt.

    Wie soll denn diese merkwürdige Konstruktion funktionieren?
    Warum hat das keiner aus der sogenannten Qualitätspresse mal hinterfragt?

    Anscheinend handelt es sich hier um einen Fake, die Tasche wurde dort vermutlich abgestellt in der Absicht die Polizei zu beschäftigen, was ja auch gelungen ist. Der Islamist hat sich vermutlich bei Mac Donalds vorher noch einen Burger mit Schinkenspeck vom Schwein reingezogen.



  • genau, alles V E R S C H W Ö R U N G !!!

    lol


  • genau, alles V E R S C H W Ö R U N G !!!

    lol

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