Brandenburg: Brückenland zu Osteuropa
Hohe Schulden und sinkende Einwohnerzahl fordern die Regierung

Starke Gegensätze prägen das Bild in Brandenburg. Neben florierenden Industriezentren liegen schwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. Einer Bevölkerungsprognose zufolge sinkt bis 2020 die Einwohnerzahl um 7 Prozent.

HB POTSDAM. Mit 29 476 Quadratkilometern ist Brandenburg flächenmäßig das fünftgrößte der 16 deutschen Bundesländer. Auf das einstige preußische Kernland zwischen Elbe und Oder verteilen sich knapp 2,6 Millionen Einwohner. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 88 Personen pro Quadratkilometer. Auf einer Länge von rund 250 Kilometern grenzt Brandenburg an die Republik Polen und sieht sich damit als wichtiges Brückenland zu Osteuropa.

Ob Politik, Wirtschaft oder Kultur - so gut wie alle Lebensbereiche sind geprägt durch den Gegensatz zwischen den meist strukturschwachen Randregionen und der in der Landesmitte liegenden Millionen-Metropole Berlin samt ihrem Umland. Potsdam mit rund 130 000 Einwohnern ist die größte Stadt des Bundeslandes. Die gesamtwirtschaftliche Leistung (Bruttoinlandsprodukt) stagniert bereits seit längerem beziehungsweise ist rückläufig. Seit Jahren pendelt die Arbeitslosenquote um die 20 Prozentmarke. Florierenden Industriezentren wie Schwarzheide (Chemie), Schwedt (Öl, Chemie, Papier) oder Ludwigsfelde (Fahrzeugbau, Luftverkehrstechnik) stehen schwächere Landstriche wie Prignitz, Oderbruch und Lausitz gegenüber. Hohe Erwerbslosigkeit und Abwanderung prägen dort das Bild.

Drückendstes Problem ist seit geraumer Zeit die dramatisch sinkende Einwohnerzahl. Einer Bevölkerungsprognose zufolge werden in Brandenburg im Jahr 2020 sieben Prozent weniger Menschen leben als 2001. Sowohl die Konsequenzen dieser Entwicklung als auch die hohen Landesschulden von etwa 17 Milliarden Euro zählen zu den großen Herausforderungen jeder künftigen Landesregierung. Derweil erscheint die bis 2009 geplante Länderfusion mit Berlin mehr als zweifelhaft.

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