Brief an die Ministerpräsidenten
Arbeitgeber wollen Ausbildungsbonus begrenzen

Die Wirtschaft setzt im Kampf gegen den Ausbildungsbonus auf den Bundesrat. Die Länder sollen versuchen, den Kreis der Altbewerber, für die Lehrherren den Bonus bekommen, deutlich einzuschränken.

BERLIN. Die Wirtschaft will sich im Kampf gegen den Ausbildungsbonus noch nicht geschlagen geben und setzt nun auf den Bundesrat. Die Koalition hatte im Bundestag vor Kurzem einen Ausbildungsbonus für 100 000 Lehrstellen beschlossen. Nun sollen die Länder versuchen, den Kreis der Altbewerber, für die Lehrherren den Bonus bekommen, deutlich einzuschränken, appelliert Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt in einem Brief an die Ministerpräsidenten.

In der vom Bundestag beschlossenen Form „ist der Ausbildungsbonus ein Schlag ins Gesicht aller Unternehmen, die sich im Verlauf der vergangenen Jahre durch Ausbildung, oft über den eigenen Bedarf hinaus, für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und der Zukunftschancen der jungen Generation besonders eingesetzt haben“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt. Denn nun wolle die Politik die belohnen, die erst jetzt ausbilden.

Der Bundesrat kann das „Fünfte Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen“, das den Bonus einführt, zwar nicht kippen. Die Länder könnten jedoch den Vermittlungsausschuss anrufen und dort versuchen, mit dem Bund einen Kompromiss zu finden. Bei den Arbeitgebern rechnet man sich dafür gute Chancen aus, da auf beiden Seiten die Parteien der großen Koalition agieren. Wenn es jedoch hart auf hart kommt, kann der Bundestag den Einspruch des Bundesrates zurückweisen.

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