Deutschland
Brigitte Zypries (SPD)

... galt lange als abgeschrieben. Doch in der großen Koalition ist sie wieder im Gespräch für eine zweite Amtszeit als Justizministerin.

HB BERLIN. Eine weitere Amtszeit von Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) galt lange als unwahrscheinlich. Denn die 51-jährige Juristin verfügt zwar über viel Fachwissen, aber dem Vernehmen nach weniger über eine Hausmacht in den eigenen Reihen. Dabei holte sie für die SPD bei der jüngsten Bundestagswahl das Direktmandat in Darmstadt, wo sie den CDU-Sozialexperten Andreas Storm bezwang. Jetzt will die SPD, dass Zypries das Justizressort auch in einer großen Koalition weiter führt.

Geboren und aufgewachsen ist die ledige, kinderlose Politikerin in Kassel. Nach dem 2. juristischen Staatsexamen und einer Arbeit an der Uni Gießen begann Zypries 1984 in der Hessischen Staatskanzlei. Nach drei Jahren in Wiesbaden wurde sie an das Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe abgeordnet, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Anfang 1991 wechselte sie nach Hannover, zunächst in die Staatskanzlei unter Gerhard Schröder (SPD), dann als Staatssekretärin im niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales.

Nach dem rot-grünen Sieg bei der Bundestagswahl 1998 wechselte Zypries ins Bundesinnenministerium unter Otto Schily (SPD). Bundesweit bekannt wurde Zypries im Sommer 2002, als sie bei der Hochwasserkatastrophe die Fluthilfe der Bundesregierung koordinierte. Nach dem neuerlichen Wahlsieg der roten-grünen Koalition im Herbst 2002 wurde Zypries Bundesjustizministerin und damit Nachfolgerin von Herta Däubler-Gmelin (SPD).

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