Brunner verlässt Freie Union
Parteivize vergleicht Pauli mit Sektenchefin

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Union, Josef Brunner, hat die Partei verlassen und Parteichefin Gabriele Pauli zum Austritt scharf kritisiert. In eindringlichen Worten warnte er vor der Wahl der Partei.
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HB MÜNCHEN. Pauli habe den Präsidiumsmitgliedern einen Maulkorb verpasst, Abstimmungen nur noch über ihre eigenen Anträge erlaubt und erklärt: "Ich bin die Partei!", teilte Brunner am Mittwoch in einem Rundschreiben mit.

Pauli sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe nie solche Äußerungen gemacht. Sie bedaure den Rücktritt ihres Stellvertreters nicht, denn "wer sich so äußert, gehört nicht mehr zu uns". Die ehemalige CSU-Rebellin war 2008 für die Freien Wähler in den bayerischen Landtag eingezogen, hatte im Juni 2009 erfolglos für das Europaparlament kandidiert und war im September mit ihrer neugegründeten Partei Freie Union bei der Bundestagswahl gescheitert.

Brunner erklärte, Pauli habe dem Parteipräsidium "untersagt, Mitteilungen an die Presse zu aktuellen Tagesthemen zu machen". Alle Entscheidungen habe sie sich persönlich vorbehalten. Statt eines Parteiprogramms gebe es "nur von der Bundesvorsitzenden vorgegebene Thesen", beklagte Brunner. Sie habe erklärt, sie wolle die Zielgruppen "nicht durch eure Personen verprellen, die wollen nur zu mir kommen".

Paulis Äußerungen "liegen sehr nahe an Sekten oder sektenähnlichen Aussagen", sagte der zurückgetretene Vizeparteichef: "Ich sehe es sogar als Pflicht an, Deutschland vor dieser Frau und ihren Visionen nebst ihren ängsten Beratern und Gefolgsleute zu bewahren."

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  • ich war von der ersten Stunde in der Freien Union. Allerdings habe ich mit weiteren Mitgliedern sehr schnell erkennen müssen, in welche Richtung die Freie Union steuert. Der Sonderparteitag in Celle war da schon der Höhepunkt des Unfassbaren.Als das Geschehene über das fernsehen lief, war für mich endgültig schluss, denn es war auch nicht meine Art in einer diktatorischen Partei einen Posten zu bekleiden, den ich locker hätte bekommen können. Meine Menschenkenntnis hat mich vor schlimmeren bewahrt.

  • Es gibt immer wieder Spalterpolitiker, dass kann man in der deutschen Geschichte nachlesen. Wenn ein Herr Frühwald oder ein Herr brunner meinen, sie befinden sich in einer Sekte, dann sollten sie diese ganz schnell verlassen. Frau Dr. Pauli hat, und das wiederholt, versucht, etwas Neues in Deutschland aufzubauen, Eine neue Partei, dabei lud sie alle interessierten Menschen ein. Dieser Einladung folgten leider auch Möchtegern-Politiker. Schnell versuchten diese Möchtegern-Politiker ganz nah bei Frau Dr. Pauli zu sein, wenn die Fotoapparate blitzten und die Fernsehkameras liefen. Manche, wie Herr Frühwald, hatten jeden Tag Lust eine Pressemitteilung abzugeben ohne nachzudenken und manchmal auch ohne Sinn. Hauptsache man steht im blitzlicht. Das gefiel natürlich der bundesvorsitzenden, aus verständlichen Gründen, nicht. Die Möchtegern-Politiker wurden gemahnt. Oh Gott.... dass kann ich mir als Möchtegern-Politiker nicht gefallen lassen, ich schieße zurück und wenn es mit Halbwahrheiten oder gar mit Lügen sein muss. Und so taten es diese Möchtegern-Politiker, sie riefen sogar zur Spaltung auf. Da haben wir wieder die oben genannte deutsche Geschichte. Es ist schwer in der deutschen Demokratie eine neue Partei zu gründen. Die etablierten Parteien bekommen das Zittern und freuen sich dann, wenn derartige Möchtegern-Politiker (vielleicht auch in deren Auftrag???!!!) im Rampenlicht stehen und dieses "Neue" zerstören.

  • Das grundsätzliche Problem der Frau Pauli scheint mir zu sein, daß Sie eine Partei genauso führen will wie eine Landrätin ein Landratsamt: Nämlich durch befehl und Gehorsam.

    Eine Partei ist ein Zusammenschluß von freien und gleichen Menschen. Der Parteivorsitzende kann einem anderen Parteimitglied nichts befehlen oder verbieten. Ein Parteivorsitzender muß bitten, und wenn er Glück und Charisma hat, tun die Parteifreunde das, was der Vorsitzende wünscht - besonders, solange er keine Parlamentssitze und andere Vorteile zu verteilen hat. Und davon ist die Frau Pauli ganz weit entfernt. Sie hat auch keine konkreten Sanktionsmittel. Man kann sie sogar einfach ignorieren und tun was man will. Ein Parteiausschluß ist ebenfalls kein echtes Sanktionsmittel. Man kann ihn auch ignorieren, wenn der eigene Kreisverband hinter einem steht.

    in der Freien Union sind viele Freiberufler und Selbständige. Die lassen sich nichts befehlen oder den Mund verbieten.

    Das wollte ich der Frau Pauli schon vor Monaten sagen. Aber es wäre sicher vergeblich gewesen, denn Leute, die sie näher kennen, sagen, sie sei "beratungsresistent". inzwischen bin ich ausgetreten, weil mir die Frau Pauli und einige in ihrem Umfeld unheimlich geworden sind.

    Frau Pauli war mal das Zugpferd der Freien Union. inzwischen ist sie der Hemmschuh. ihr fehlt die Qualifikation, eine Partei zu führen. Und sie wird es auch nicht mehr lernen.

    Der bedarf nach einer Partei wie der Freien Union ist groß. Aber die Freie Union ist zum Scheitern verurteilt, solange sie keinen fähigen und teamfähigen Parteivorsitzenden hat, der den Scherbenhaufen wieder kittet. Vielleicht wäre Josef brunner ein solcher Mann gewesen. Aber der ist ja jetzt ausgetreten. Und schon viele andere, qualifizierte und menschlich vorbildlich Mitglieder ebenfalls.

    Vielleicht können sich die ehemalige Mitglieder zusammenfinden, um eine "Paulifreie Union" zu gründen. Es gibt ja schon den Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen".

    Aber vielleicht sind wir zu früh ausgetreten. Denn wenn Frau Pauli kapiert hat, daß sie und die Freie Union inkompatibel sind und daß aus der Freien Union nie etwas werden wird, solange sie Vorsitzende ist, wird sie der Partei den Rücken kehren. ihr Landtagsmandat läuft auch in absehbarer Zeit aus und Frau Pauli wird in der Versenkung verschwinden.

    Dann kann man ja wieder der Freien Union beitreten. Allerdings sollte nicht jedes zehnte Mitglied ein Jurist sein. Denn dann beginnen die Streitereien um die Satzung von Neuem.

    Übrigens, ich glaube die Freie Union hat zur Zeit nur einen funktioniernden Kreisverband - bundesweit. im Grund ist die Frau Pauli soetwas wie die Kreisvorsitzende von Nürnberg-Fürth. Und genaus groß ist ihre reale politische bedeutung. Mehr nicht. Die ganze bundespartei Freie Union scheint mir ein potemkinsches Dorf zu sein.




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