Brutale Massentierhaltung

Strafanzeige gegen Mastbetrieb

Tote, verstümmelte und sterbende Tiere: Die von der Tierschutzorganisation Peta gedrehten Filmaufnahmen in einem niedersächsischen Mastputenbetrieb sollen schockierend sein. Die Organisation stellt deshalb Strafanzeige.
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Die Tierrechtsorganisation Peta macht auch mit diversen Aktionen immer wieder auf die Probleme der Massentierhaltung aufmerksam. Quelle: dapd

Die Tierrechtsorganisation Peta macht auch mit diversen Aktionen immer wieder auf die Probleme der Massentierhaltung aufmerksam.

(Foto: dapd)

Cloppenburg/Hannover Die Anzeige lautet auf Tierquälerei und Verbrauchertäuschung in dem niedersächsische Mastputenindustrie. Konkret richten sich die Vorwürfe gegen einen Familienbetrieb aus der Nähe von Cloppenburg. 

Sechs Monate lang hat Peta heimlich in Ställen teils schockierende Filmaufnahmen gemacht, die tote, verendende und verstümmelte Puten zeigen. Die Anzeigen richten sich auch gegen das Cloppenburger Veterinäramt und den zuständigen Amtstierarzt und wurden am Samstag an die Staatsanwaltschaft Oldenburg übermittelt.

„Die Agrarindustrie in Niedersachsen ist organisierte Kriminalität“, sagte Peta-Experte Edmund Haferbeck am Montag in Hannover.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium erbat am Montag zeitnahe Informationen zu dem „Einzelfall“, hieß es dort. Mehr könne derzeit nicht gesagt werden, auch seien bis dato keine weiteren Schritte geplant. Zuständig seien jetzt der Landkreis und die Staatsanwaltschaft. „Das müssen wir abwarten“, sagte eine Sprecherin.

Der Landkreis teilte mit, eine Kontrolle am 4. April habe Tierschutzverstöße ergeben. Der Tierhalter sei daraufhin unter Androhung einer Strafzahlung zur Verbesserung aufgefordert worden.

Unter anderem habe es keine vorgeschriebene Krankenbucht für verletzte Tiere gegeben. Auch seien verendete Tiere „nicht mit der nötigen Sorgfalt“ aus den Ställen entfernt worden. „Zudem wird geprüft, ob der Vorgang zu strafrechtlichen Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft übergeben wird.“

Schon im vergangenen Jahr hatte Peta mit Vorwürfen von Tierquälerei in Mast- und Brutbetrieben für politischen Wirbel in Niedersachsen gesorgt. Die damalige Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) musste ihr Amt nach nur acht Monaten wegen ihrer familiären Beziehung zu einer Mastkükenbrüterei niederlegen. Nachfolger wurde ihr Parteifreund Gert Lindemann.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Brutale Massentierhaltung: Strafanzeige gegen Mastbetrieb"

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  • Wer so mit fühlenden Geschöpfen umgeht, gehört bestraft. Super dass Peta wieder sowas aufgedeckt hat. Bestimmt ist vielen beim Anblick der Bilder der Appetit vergangen und wird, zumindest zeitweise, zum Vegetarier.

  • Eine Schande, wie wir mit unseren Mitgeschöpfn umgehen.... aber täglich muss Fleisch auf den Tisch!
    Guten Appetit....
    Der Mensch ist Allesfresser, auch Aasfresser!

  • Es ist eine Schande, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen! Aber täglich "muss Fleisch auf den Tisch"!!
    Guten Appetit!

  • Peta will die gesamte Tierhaltung abschaffen und die vegane Lebensweise einführen. Deshalb wird jegliche Tierhaltung in Mißkredit gebracht. Ob berechtigt oder auch unberechtigt. PETA hat 6 Monate untersucht, also 6 Monate gegen das Tierschutzgesetz verstossen. Bei den Untersuchungen ist PETA in Gebäude eingedrungen hat also wiederholt eingebrochen. Hier wird eine Straftat mit anderen Straftaten verfolgt. PETA hat sich selbst strafbar gemacht und die Untersuchungen rechtfertigen das nicht

  • Über 90% der Tiere, die wir essen, kommen aus der Massentierhaltung. Dort werden sie in Käfige gepfercht oder zu Tausenden in Hallen ohne Fenster gesperrt und sie verletzen sich gegenseitig vor Panik. Viele verenden schon vor der Schlachtung. Massentierhaltung ist der pure Horror für Tiere.

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