BSI-Präsident Schönbohm
Parteien müssen sich vor Cyberattacken schützen

Im Netz lauern viele Gefahren, um sich fiese Malware einzufangen, die Daten vom eigenen Rechner klaut. Das BSI setzt alles daran, die deutschen Parteien für diese Thematik zu sensibilisieren. Mit mäßigem Erfolg.
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BerlinDer Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, hat die politischen Parteien in Deutschland dazu aufgerufen, sich besser gegen Cyberattacken zu schützen. Das Thema werde endlich ernst genommen, sagte der BSI-Chef dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Aber entscheidend ist es, Sicherheitsmaßnahmen auch umzusetzen.“ Das koste Geld, brauche Ressourcen und Know-how.

Schönbohm verglich die Parteien mit „kleinen mittelständischen Betrieben, in denen vielfach improvisiert wird“. Man brauche jedoch „einheitliche Regeln, welche Geräte benutzt werden, dass verschlüsselt und Software regelmäßig erneuert wird.“ Der BSI-Präsident geht auch von einer Gefährdung im Umfeld der Landtagswahlen aus. „Wir müssen die Länder zumindest für diese Gefahr sensibilisieren. Die Landtagswahlen liegen zeitlich vor der Bundestagswahl und sind deswegen wichtig für uns – auch um zu sehen, welche Abwehrinstrumente gut funktionieren und welche nicht.“

Die Attacken liefen immer nach demselben Prinzip ab. „Sie werden motiviert, irgendwo draufzuklicken, so dass sich eine Malware installiert, die das Netz sondiert und Schadcode nachlädt, etwa um Daten abzusaugen.“ Entscheidend sei daher, die Abwehrfilter so einzustellen, dass solche Angriff frühzeitig erkannt werden können. „Je mehr Informationen wir über die Art der Attacken sammeln, desto stärker wird der Abwehrschirm.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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