_

Buback-Mord: Ex-RAF-Mitglieder entlasten Verena Becker

Obwohl Verena Becker als Mittäterin des Mordanschlags auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback angeklagt ist, wird sie von anderen RAF-Mitgliedern entlastet. Den Todesschuss soll der einstige RAF-Kämpfer Stefan Wisniewski abgegeben haben.

Polizeibeamte bedecken am 07.04.77 in Karlsruhe den Körper von Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Quelle: DAPD
Polizeibeamte bedecken am 07.04.77 in Karlsruhe den Körper von Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Quelle: DAPD

HB KARLSRUHE. Wenige Tage vor dem Prozess um die Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Jahre 1977 haben ehemalige RAF-Terroristen in Interviews den einstigen RAF-Kämpfer Stefan Wisniewski als Todesschützen genannt. Wie „Spiegel Online“ am Montag berichtet, sagten die früheren RAF-Terroristen Silke Maier-Witt und Peter-Jürgen Boock in Interviews mit Spiegel TV übereinstimmend, dass Wisniewski von einem Motorrad aus Buback erschossen habe.

Anzeige

Das ehemalige RAF-Mitglied Verena Becker ist vor dem Oberlandesgericht Stuttgart als Mittäterin des Mordanschlags angeklagt. Die Bundesanwaltschaft glaubt allerdings nicht, dass Becker selbst auf dem Motorrad saß. Sie sei jedoch aufgrund ihrer Rolle bei der Entscheidung über den Anschlag sowie bei der Vorbereitung und Organisation als Mittäterin anzusehen.

Der Sohn des Ermordeten, Michael Buback, geht hingegen davon aus, dass Becker selbst seinen Vater erschossen habe. Buback tritt als Nebenkläger in dem Prozess auf und will Indizien für seine Version der Tat vor Gericht präsentieren. Der Prozess beginnt an diesem Donnerstag (30. September).

  • Die aktuellen Top-Themen
Wüstenrot-Studie: Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Rund 44 Prozent der Deutschen halten die Preise für Häuser und Wohnungen für deutlich überhöht. Sie fürchten sich vor einer Immobilienblase. Vor allem die Bürger eines Bundeslandes sind besonders skeptisch.

Weltwirtschaftswachstum: EU rüffelt China, Japan und die USA

EU rüffelt China, Japan und die USA

EU-Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy fordern, dass alle G20-Länder das Weltwirtschaftswachstum fördern. Europa sei seiner Verantwortung nachgekommen, hieß es, jetzt seien die anderen dran.

Erzieher-Mangel: Kommunen wollen Ungelernte in Kitas einsetzen

Kommunen wollen Ungelernte in Kitas einsetzen

Ab dem nächsten Jahr haben Eltern ein Recht auf einen Kita-Platz. Doch vielerorts fehlen die Erzieher. Städte und Gemeinden erwägen, ungelernte Hilfskräfte einzusetzen. Eine Katastrophe, meint der Kinderschutzbund.