Buchenwald wehrt sich gegen AFD
Kein Kranz in KZ-Gedenkstätte

Die AfD will zum Holocaust-Gedenken einen Kranz in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald niederlegen. Doch die zuständige Stiftung will das nicht genehmigen. Hintergrund ist der Schriftzug, der den Kranz zieren soll.

WeimarDie KZ-Gedenkstätte Buchenwald will der Alternative für Deutschland (AfD) nicht genehmigen, zum Holocaust-Gedenken einen Kranz mit einem bestimmten Schriftzug niederzulegen. Ursache ist die von der AfD gewünschte Inschrift des Kranzes, die sich an alle „Opfer des Konzentrations- und Speziallagers Buchenwald“ richten soll. Damit wären nicht nur Häftlinge der Nationalsozialisten, sondern auch nach dem Krieg internierte NS-Verbrecher eingeschlossen.

„Wir werden nicht zulassen, dass an diesem Tag in dieser relativistischen Manier den Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers ins Gesicht geschlagen wird“, sagte Stiftungsdirektor Volkhard Knigge am Mittwoch mit Blick auf den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.

Unabhängig davon ist derweil die stellvertretende Vorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz, Beatrix Klingel, von ihrem Amt zurück- und aus der Partei ausgetreten. Gegenüber dem SWR gab sie Veränderungen in der Partei als Grund an. Die Alternative für Deutschland sei ins Populistische und Emotionale abgerückt, so Klingel.

Das könne sie als wertkonservative Wirtschaftsliberale nicht mit ihren Werten vereinbaren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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