Budget-Streit: Ärzte machen Praxen aus Protest dicht

Budget-Streit
Ärzte machen Praxen aus Protest dicht

In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt haben zu Wochenbeginn zahlreiche Patienten vor verschlossenen Praxistüren gestanden: Zum Auftakt einer bundesweiten Protestwoche gegen knappe Budgets haben in beiden Bundesländern niedergelassene Ärzte die Behandlung eingestellt.

HB STUTTGART. Im Südwesten rechnet der Medi-Verbund, der zu der Aktion aufgerufen hatte, mit mehreren tausend geschlossenen Praxen in Nordwürttemberg. In Halle und Magdeburg werden hunderte Ärzte zu Demonstrationen erwartet. In Baden-Württemberg sollen in den kommenden Tagen abwechselnd auch die Praxen in den drei anderen Regierungsbezirken des Landes geschlossen werden.

Als zentraler Protesttag ist der kommende Mittwoch vorgesehen. Der Verband der Freien Ärzteschaft geht davon aus, dass dann bundesweit die Hälfte aller Praxen geschlossen bleibt. Tausende Ärzte, Patienten und Arzthelfer wollen in Berlin, Hamburg, Mainz und München zu Demonstrationen zusammenkommen.

Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe kündigte weitere Proteste und Arbeitsniederlegungen für die nächsten Monate an. Der Präsident der Bundesärztekammer sagte der „Welt“ (Montag), der Frust unter den Ärzten sei riesengroß. „Jede sechste Praxis ist in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und steht deshalb unter Bankkuratel.“

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