Budgetstreit
Versicherungsamt will Zahnärzte zur Behandlung zwingen

Wenn Zahnärzte wie zuletzt angedroht Patienten bis Ende des Jahres die Behandlung verweigern, müssen sie nach Medienberichten mit Konsequenzen rechnen. Das Bundesversicherungsamt (BVA) habe angekündigt, gegen die Mediziner vorzugehen, falls sie aus finanziellen Gründen die erforderliche zahnärztliche Behandlung ablehnten.
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HB MÜNCHEN. Vor allem das Vorgehen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) und der bayerischen Zahnärzte sei „ohne Wenn und Aber rechtswidrig“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einem Schreiben von BVA-Chef Maximilian Gaßner an den bayerischen Gesundheitsminister Markus Söder (CSU). Gaßner fordere den Minister ungewöhnlich scharf auf, diese Praxis der Ärzteschaft abzustellen.

Bundesweit, vor allem aber in Bayern ist es in den vergangenen Wochen zu einem heftigen Streit zwischen den Zahnmedizinern und der Krankenkasse AOK gekommen. Die bayerischen Ärzte forderten von der Kasse einen Nachschlag auf das für 2010 vereinbarte Budget, weil das von der AOK überwiesene Geld nicht reiche, um alle Patienten zu behandeln. Die AOK weigerte sich und berief sich auf die geltende Rechtslage. Die Ärzte reagierten daraufhin mit der Drohung, sich bis zum Ende des Jahres bei ihren Behandlungen auf das unbedingt Notwendige zu beschränken.

Kommentare zu " Budgetstreit: Versicherungsamt will Zahnärzte zur Behandlung zwingen"

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  • @Thomas "Wenn sie sich weigern ihre Arbeit zu machen um mehr Geld zu erpressen ist das Nötigung und muss Konsequenzen haben."

    Das wäre ja genauso als würde man alle Supermärkte zum Monatsende hin (nämlich dann, wenn bei den meisten Menschen das Geld so langsam ausgeht) zwingen, ihre Waren umsonst herauszugeben. Was soll denn überhaupt immer dieser blödsinn, dass die Ärzte doch genug Geld bekommen? Hier geht es um eine Dienstleistung, die Geld kostet und die bezahlt werden muss. Kennt irgendjemand einen Politiker, der durch irgendwelche Ausgaben sein Resort-Jahresbudget überzogen hat und deshalb ab Oktober für den Rest des Jahres auf seine Diäten verzichtet? Ein Arzt mit eigener Praxis ist nicht nur Mediziner, sondern auch Unternehmer. Er hat Personalkosten, Miete, Medizinische Geräte zu unterhalten. Soll der Arzt seinen Angestellten sagen, dass sie ab Oktober keinen Lohn mehr bekommen, weil ab sofort nur noch ehrenamtlich gearbeitet wird? Die Politiker machen jetzt Stimmung gegen Ärzte, obwohl sie doch selbst immer nur aus dem Vollen schöpfen wollen. Gerade die denen das Wort Verzicht völlig fremd ist, sind jetzt die großen Stimmungsmacher. ist nicht mehr genug Geld für den Staatshaushalt da, werden einfach die Steuern erhöht. Wie kann man sich von diesen Dummschwätzern nur so einseifen lassen.
    Zur info: ich bin kein Arzt, sondern industrieangestellter, der denken kann und etwas gegen Stimmungsmache durch Politiker und politisch gekaufte Medien hat.

  • Und da rühme noch mal einer unser Gesundheitssystem. Eine Reform muss dringend her. Hier ein interessanter beitrag von bert Rürup rund um Kopfpauschale, bürgerversicherung und Co.: http://bit.ly/c2eJhp

  • @Wolfgang

    die Demokratie schwindet schon lange in Deutschland. Aber Ärzte, insbesondere Zahnärzte gehören zu denen die von der Kasse und damit vom beitragszahler viel Geld bekommen und damit nicht schlecht leben. Wenn sie sich weigern ihre Arbeit zu machen um mehr Geld zu erpressen ist das Nötigung und muss Konsequenzen haben. Wem das Geld der Kassen nicht reicht, braucht ja generell keine Kassenpatienten zu behandeln und kann eine Privatpraxis führen. Ob das besser ist, wage ich zu bezweifeln.

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