Bürger mit Merkel zufrieden
Union liegt in Umfrage weiterhin klar vor der SPD

Die Union hat in der Wählergunst einer Umfrage zufolge weiterhin einen klaren Vorsprung vor der SPD.

HB BERLIN. In dem am Donnerstag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ der ARD gaben 42 Prozent der Befragten an, sie würden CDU oder CSU wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Für die SPD würden 31 Prozent stimmen. Die Union legte gegenüber der Vorwoche leicht zu und verlor leicht gegenüber dem Vormonat; bei der SPD war die Entwicklung umgekehrt. Für die FDP würden neun Prozent stimmen, für die Grünen zehn und für die Linkspartei acht Prozent. In Ostdeutschland liegt die SPD mit 29 Prozent an der Spitze der Parteien, vor der CDU (28) und der Linkspartei (27). Im Westen ist dagegen der Vorsprung der CDU (42 Prozent) vor der SPD (29) deutlicher als in Gesamtdeutschland. Die Union liegt seit Monaten in Umfragen deutlich vor der SPD.

Der Umfrage zufolge sind 39 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, ein Prozentpunkt mehr als im April; ein Prozent ist sogar sehr zufrieden. Unverändert 41 Prozent sind weniger und 14 Prozent gar nicht zufrieden, zwei Punkte weniger als im Vormonat. Die größte Zufriedenheit der Wähler kann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit 72 Prozent registrieren, drei Punkte mehr als im April. Auf Platz zwei liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der sich um zehn auf 63 Punkte verbessert. Es folgen Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) und Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit je 53 Prozent; von der Leyen legte um neun Prozentpunkte zu.

Eine klare Mehrheit der Befragten hält den designierten neuen SPD-Chef Kurt Beck für eine gute Wahl an der Parteispitze. 62 Prozent bejahten diese Einschätzung, 19 Prozent teilten sie nicht. Becks Vorgänger Matthias Platzeck, der im April aus gesundheitlichen Gründen überraschend zurückgetreten war, war zu seinem Amtsantritt im November 2005 nur von 48 Prozent für eine gute Wahl gehalten worden.

Im Streit um neue Einbürgerungsregelungen befürwortet eine überwältigende Mehrheit (93 Prozent) bundesweit einheitliche Regelungen für Sprachtests; nur fünf Prozent sind dagegen. Bei der zwischen Union und SPD umstrittenen Frage nach Prüfungen von Geschichts- und Kulturwissen von einbürgerungswilligen Ausländern sind die Meinungen gespalten: 50 Prozent sind für eine Prüfung weiterer Kenntnisse über die Sprachkompetenz hinaus, was 47 Prozent der Befragten ablehnten. Für die Umfrage hatte Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1000 wahlberechtigte Deutsche befragt.

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