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Bürgernähe: Merkel will Bürgern weiter online antworten

Die wiedergewählte Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine erste Entscheidungen für ihre Öffentlichkeitsarbeit getroffen. Das Online-Portal „Direkt zur Kanzlerin“ wird nicht abgeschaltet.

Angela Merkel wird das Onlineportal „Direkt zur Kanzlerin" behalten. Quelle: Reuters
Angela Merkel wird das Onlineportal „Direkt zur Kanzlerin" behalten. Quelle: Reuters

DÜSSELDORF. Der Bürger fragt, die Kanzlerin lässt antworten: Angela Merkel hat offenbar Gefallen am Austausch im Internet gefunden. Das Onlineportal „Direkt zur Kanzlerin“, eine private Plattform für Bürgerfragen an Merkel, deren Beantwortung vom Bundespresseamt koordiniert wird, wird fortgeführt. Das bestätigte der Gründer und Geschäftsführer der Direktzu GmbH, Caveh Valipour Zonooz.

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Kurz nach der Wiederwahl und pünktlich zum dreijährigen Jubiläum der Seite am 3. Oktober setzt die Kanzlerin damit ein Zeichen für ihre zukünftige Online-Kommunikation. In einer Mitteilung, die heute Nachmittag verbreitet wird, sagt Merkel: „Ich freue mich, dass hier aus einer guten Idee etwas Dauerhaftes entstanden ist. Und ich begrüße diese Form des Dialogs im Internet.“

Die wird allerdings auch nötig sein, um gerade junge Wähler wieder an Politik heranzuführen. Vor allem CDU und SPD erzielten bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag bei den unter 30-Jährigen ihre jeweils schlechtesten Wahl-Ergebnisse, analysierte die Forschungsgruppe Wahlen. Und das trotz des intensivsten Online-Wahlkampfes der bundesdeutschen Wahlgeschichte.

Offenbar ein Wahlkampf mit Schwächen: „Der Online-Wahlkampf war fast durchgängig kurzfristiger Aktionismus“, kritisiert Direktzu-Chef Zonooz. „Die Politiker müssen langfristig in den Dialog mit ihren Bürgern treten und so versuchen, Vertrauen zurückzugewinnen.“ Auch für Angela Merkel bleibt da noch Luft nach oben. Bislang nutzte Merkel sonst nur einen eigenen wöchentlichen Podcast zur gezielten Öffentlichkeitsarbeit im Netz. Auf die Beantwortung von Fragen über das etablierte Politikerportal „Abgeordnetenwatch“ verzichtet die Kanzlerin bis heute. 393 öffentlich gestellte Fragen warten dort auf Antwort.

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