AfD-Spitzenkandidat Kruse: „Die AfD kann eine Volksbewegung werden“

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Bürgerschaftswahlen 2015

AfD-Spitzenkandidat Kruse
„Die AfD kann eine Volksbewegung werden“

Die Alternative für Deutschland nimmt Kurs auf die Hamburger Bürgerschaft. Im Interview erklärt AfD-Spitzenkandidat Jörn Kruse, warum seine Partei trotz Querelen erfolgreich ist – und das Zeug zur Volkspartei hat.
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BerlinAls Wirtschaftsprofessor lehrte Jörn Kruse 16 Jahre an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Seinen Uni-Job hat er für die Alternative für Deutschland an den Nagel gehängt. Kruse ist Spitzenkandidat der AfD. Mit ihr will er den Sprung in die Hamburger Bürgerschaft schaffen.

„Sieben Prozent wären ein super Ergebnis“, sagt er, „das würde der AfD starken Rückenwind für andere Wahlen in anderen Bundesländern geben.“ Kruse ist überzeugt, dass seiner Partei noch Großes bevorsteht. „Ich glaube schon, dass die AfD eine Volksbewegung werden kann“, erklärt er selbstbewusst. Die entscheidende Voraussetzung dafür sei aber, dass die AfD in den Parlamenten zeige, dass sie eine „seriöse liberal-konservative Partei“ sei und nicht rechts.

Herr Kruse, Sie waren sehr lange Mitglied in der SPD und engagierten sich kurze Zeit auch bei den Freien Wählern. Warum sind Sie jetzt bei der AfD?

Jörn Kruse: Während meines Studiums war ich in der SPD sehr aktiv und danach nur noch Mitglied – bis ich ausgetreten bin. Dann kam der Zeitpunkt, wo viele Ökonomen gegen die Euro-Rettungsschirme rebelliert haben. Und wir haben uns überlegt, wie wir diese Kritik in konkrete Politik umsetzen können. Eine Parteigründung kam zunächst nicht infrage, also suchten wir Verbündete in anderen Parteien.

Aber wenig erfolgreich.

Die FDP hat unser Anliegen gleich abgeblockt. Dann kamen die Freien Wähler ins Spiel. Es war aber schnell klar: Das ist ein lahmer Haufen, der aus Bayern gesteuert wird. Das haben wir dann bleiben lassen und haben eine eigene Partei gegründet.

Was unterscheidet die SPD von damals von der SPD von heute?

Die SPD war damals den Bürgern näher. Sie war eine Volksbewegung. Grade in der 1968er-Zeit sind viele junge Leute zur SPD gekommen, weil sie dachten, dass sei die einzige wirklich Zukunftspartei. Das ist heute ja anders. Heute ist die SPD eine klassische sozialdemokratische Funktionärspartei, stark beeinflusst von gewerkschaftlichen Interessen.

Hat die AfD das Zeug, eine Volksbewegung zu werden?

Ich glaube schon, dass die AfD eine Volksbewegung werden kann. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass wir in den Parlamenten zeigen, dass wir eine seriöse liberal-konservative Partei sind und nicht rechts, wie uns das einige Medien und Politiker gerne unterstellen. Das heißt: Wenn wir den politischen Praxistest bestehen, dann werden wir noch sehr viel weiter wachsen, als es den anderen Parteien lieb ist.

Kommentare zu " AfD-Spitzenkandidat Kruse: „Die AfD kann eine Volksbewegung werden“"

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  • Ich hoffe natürlich auf einen Wahlerfolg in Hamburg. Aber am besten wäre es wirklich wenn dies nur äußerst knapp gelingen würde. Vielleicht wäre das der dringend benötigte Schuss vor dem Bug für Lucke, Henkel, Kruse und Co.! Wenn etwas in Deutschland nicht gebraucht wird dann eine "bessere" FDP oder CDU!

  • Wie man wirklich zur "Volksbewegung" wird: Das Beispiel FPÖ:


    >>Nach letzten Umfragen kommt die FPÖ des einstigen rechten Volkstribunen Jörg Haider auf 28 Prozent – und stehen damit noch vor der konservativen ÖVP mit 26 Prozent und der sozialdemokratischen SPÖ mit ebenfalls 26 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research im Auftrag des österreichischen Magazins „Profil“ hervor. <<

    So wird man wirklich zu "Volksbewegung" . Das Beispiel der FPÖ zeigt, wie eine Partei wirklich zu Volkspartei wird: Mit einem "Nein" zu Multikulturalismus, Zuwanderung, Gender-Feminismus, US-höriger Außenpolitik einem klaren "Nein" zum linksgrünen Mainstream, und einem entschiedenen "Ja" zu Patriotismus, der Bewahrung der eigenen Kultur und den Interessen der einheimischen Bevölkerung. So wird man zur Volkspartei und n i c h t mit solchen erbärmlichen Figuren wie Henkel, Kruse, Lucke mit ihrer neoliberalen-elitären, Mainstream-konformen, "liberal-konservativen" Weichspülkurs.

  • >>Einige in der AfD wollen diese Partei immer zahmer machen und dem Mainstream annähern. Damit man eben nicht mehr negativ auffällt. Aber dann ist die AfD auch keine Alternative mehr und dem Untergang geweiht. Denn warum sollten die Menschen denn eine FDP 2.0 oder eine CDU 2.0 wählen?!<<

    Sehr richtig. Und zu diesen "Einigen" kann man Herrn Kruse leider dazurechnen. Ebenso Herrn Lucke, Herrn Henkel, und Herrn Kölmel in Baden-Würtenberg.

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