FDP-Spitzenkandidatin in Hamburg: Dies ist der „Mann“ fürs Comeback

Special

Bürgerschaftswahlen 2015

FDP-Spitzenkandidatin in Hamburg
Dies ist der „Mann“ fürs Comeback

Katja Suding soll die FDP aus der Verliererecke führen. Die liberale Spitzenfrau hat sich mit ihrem Plakat „Unser Mann für Hamburg“ positioniert. An ihr liegt es, ob das Comeback gelingt. Hat sie mehr drauf als PR?
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StuttgartDas Hotel gehört zu Stuttgarts ersten Adressen. Alljährlich um den 6. Januar, wenn die FDP sich zum Dreikönigstreffen versammelt, verwandelt sich der prächtige Bau am Schlossgarten zwischen Hauptbahnhof und Staatstheater in eine Art Parteizentrale. Während wir Katja Suding, Vorstandsmitglied und Hoffnungsträgerin für die Hamburg-Wahl, zum Interview treffen, huschen Parteichef Christian Lindner, Vize Wolfgang Kubicki und der in Ungnade gefallene Ex-Minister und nun als Rüstungslobbyist tätige Dirk Niebel durch die Lobby. Suding wirkt entspannt bei ihren Antworten, obwohl auf der 39-Jährigen hoher Druck lastet. Ihr Wahlergebnis am 15. Februar entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des großen Comeback-Versuchs der FDP 2015.

Frau Suding, Sie kommen aus der PR und kennen sich mit Marken aus. Wäre die FDP Ihr Kunde, was würden Sie ihr raten?
Sich auf das zu besinnen, was die FDP ausmacht. Es geht ja nicht darum, jetzt irgendeinen Firlefanz zu veranstalten. Es geht darum, wer wir sind – und das wieder herauszuarbeiten und konsequent herauszustellen. Wir Freien Demokraten haben ein großes Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen Parteien.

Erschöpft sich Ihr Alleinstellungsmerkmal in Gags? Das Plakat in Hamburg mit Ihnen neben dem Slogan „Unser Mann für Hamburg“ – das ist doch ein Gag, um ins Gespräch zu kommen?
Das war der erste Aufschlag, ein einmal genutztes Motiv, das uns viel Aufmerksamkeit gebracht hat. Es gilt die Weisheit: Wer will, dass die Menschen in die Kirche kommen, schreibt die Predigt nicht aufs Plakat. Aber die Kampagne, die in Hamburg am Mittwoch vorgestellt wird, wird sich um unsere zentralen Themen drehen.

Was ist denn die FDP und was sind das für Themen?
Wir sind immer noch die Bildungspartei. Wenn wir wollen, dass Menschen ihre Chancen im Leben optimal nutzen können, dann müssen wir für gute Bildung sorgen. Ein viel größeres Thema gibt es kaum.

Bildung ist ja ein Thema, das unter Parteichef Lindner neu entdeckt wurde...
... wiederentdeckt, nicht neu entdeckt. Die FDP hat sich schon lange als Bildungspartei begriffen. Wir müssen uns auf Felder zurückbesinnen, die in den vergangenen Jahren vielleicht etwas in den Hintergrund gerückt sind.

Trotzdem könnten wir jetzt nicht auf Anhieb sagen, wie denn genau die bildungspolitischen Ideen der FDP aussehen. Da scheint es an der Kommunikation zu hapern.
Von anderen Parteien unterscheidet uns, dass wir ideologiefrei an die Sache herangehen. Uns geht es nicht um Strukturdebatten, wie sie Grüne, Linke und SPD führen. Uns geht es darum, wie man dem einzelnen Kind die beste Bildung ermöglichen kann. Es gibt nichts Ungerechteres, als jedes Kind gleich zu behandeln. Es geht uns um alle Kinder, sowohl die mit besonderem Förderbedarf, als auch um Hochbegabte, die große Probleme haben, wenn sie nicht entsprechend gefördert werden. Wir müssen aber auch schauen, wie wir Lehrer besser auswählen und ausbilden. Wir brauchen die allerbesten.

Kommentare zu " FDP-Spitzenkandidatin in Hamburg: Dies ist der „Mann“ fürs Comeback"

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  • Die Dreisten Lügen der neuen FDP-Führerin

    Was für ein niveauloses und kritikloses Werbe-Interview. Man hat den Eindruck, die Fragen seien zuvor von der FDP bzw. der Frau Suding vorab ausgesucht und dann der Redaktion vorgelegt wurden.

    Aber noch kritikwürdiger als das Interview selbst, sind doe Aussagen, die dreisten Lügen, die die Hamburger FDP-Bossin in diesem Interview von sich gibt.

    Auf der anderen Seite brauchen wir aber ganz, ganz dringend gute und qualifizierte Zuwanderung. Diese Dinge muss man auseinander halten.

    Wieder einmal wird hier die altbekannte Lüge eines angeblichen "Fachkräftemangels" angeführt – eine Lüge, die von der Wirtschaftslobby in die Welt gesetzt wurde mit dem Ziel lohndrückende Zuwanderung zu rechtfertigen.
    Damit ist auch schon klar, welcher Klientel die FDP nachwievor dient.
    Die Existenz irgendeines Fachkräftemangels wurde schon seit langer Zeit ausführlich widerlegt.
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/fachkraeftemangel-wer-hat-angst-vor-der-killerstatistik-a-791288.html

  • Wenn das Personal dieser Minderheits-Minderpartei was
    fürs Land tun will, sollte es Werbung für die Arbeits-
    agentur machen und kollektiv dort vorsprechen.
    Da werden €8,5- Jobs angeboten. Mit diesem "Verdienst"
    müssen zigtausende Burger und Burgerinnen ihre Familie
    ernähren(!!)

  • ...die gescheiterten Juppies lassen Juppine ´ran !!!???

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