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Bürgerschaftswahlen 2015

FDP-Spitzenkandidatin Steiner „Geben Sie uns noch ein halbes Jahr“

Die Unternehmerin Lencke Steiner will die FDP zurück in die Erfolgsspur bringen. Im Interview erklärt die Spitzenkandidatin für die Bremer Bürgerschaftswahl, warum das trotz mieser Umfragewerte möglich ist.
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Lencke Steiner: Mit wirtschaftlichem Sachverstand die FDP zum Erfolg führen. Quelle: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt

Lencke Steiner: Mit wirtschaftlichem Sachverstand die FDP zum Erfolg führen.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Lencke Wischhusen ist ein umtriebiger Mensch. Als Geschäftsführerin der W-Pack Kunststoffe GmbH & Co. KG (50 Mitarbeiter) in Bremen-Huckelriede führt sie den Verband „Die Jungen Unternehmer“ und ärgert die Politik mit spitzen Zitaten. Und auch in der Vox-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Die Schlagfertigkeit der 29-Jährigen, die im August geheiratet hat und seitdem Steiner heißt, ist auch der FDP nicht verborgen geblieben. Die Liberalen konnten sie überreden, als Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl in Bremen ins Rennen zu gehen. Die Umfragen verheißen nichts Gutes. Lencke Steiner beeindruckt das wenig. Im Interview steckt sie sich selbstbewusst ihr Wahlziel: Mit acht Prozent will die Parteilose die FDP ins Parlament zurückführen. „Und wenn das alles klappt“, verspricht sie, „dann trete ich selbstverständlich auch in die FDP ein.“

Frau Steiner, Sie sind parteilos, engagieren sich aber jetzt an vorderster Front für die FDP – warum?

Parteilos bin ich geblieben, weil ich den Wählern und den Bürgern zeigen will, dass wieder Vertrauen in die Politik der Liberalen hergestellt werden muss. Deshalb glaube ich, dass es jetzt ganz wichtig ist ein Signal zu setzen, in erster Linie für Themen zu stehen und sich dafür zu engagieren. Und wenn das alles klappt, wovon ich ausgehe, dann trete ich selbstverständlich auch in die FDP ein.

Wann wäre dann der richtige Zeitpunkt?

Hoffentlich am 10. Mai.

… dem Tag der Bürgerschaftswahl in Bremen. War es immer schon ein Wunsch von ihnen, sich politisch für eine Partei zu engagieren?

Hätten Sie mich als Jugendliche gefragt, hätte ich es mir überhaupt nicht vorstellen können.

Warum?

Ich war früher eher jemand, der sich nicht so stark für Politik interessiert hat. Denn die junge Generation wird nicht mehr so sehr mit Politik konfrontiert. Es gibt zu wenig Politik- und Wirtschaftsunterricht in den Schulen. Das ist ein wirkliches Problem, was wir anpacken müssen. Junge Menschen sollten ans politische Geschehen herangeführt werden. Bei mir hat sich das mit meiner unternehmerischen Tätigkeit und meinem Engagement beim Verband „Die Jungen Unternehmer“ geändert.

Wie hat ihr persönliches Umfeld auf ihre FDP-Spitzenkandidatur für die Bremer Bürgerschaftswahl reagiert?

Zuerst eher zurückhaltend. Viele wollten wissen, warum ich das mache. Als ich dann erklärt habe, dass gerade jetzt eine starke liberale Stimme mehr denn je fehlt, weil die Große Koalition einen Einheitsbrei bietet, hat das jeder nachvollziehen können und gesagt. Ja, stimmt, mach das, wir stehen dahinter.

„Das Wasser, in dem wir sitzen, wird immer heißer“
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5 Kommentare zu "FDP-Spitzenkandidatin Steiner: „Geben Sie uns noch ein halbes Jahr“"

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  • "Diese Traumtänzer können nur noch mittels Manipulation zurückkommen."
    Da muss ich widersprechen.
    In Deutschland existiert eine Klientel welche mehr als 5% der erforderlichen Stimmen aufbringen könnte - ihr müssen nur weiterhin Vorteile gewährt werden.
    Das wiederum ist bei über zwei Billionen Staatsverschuldung, einer "schwarzen Null" (aber immer noch Kreditaufnahme in 2015), keine Pensionsdeckelung, usw kaum mehr möglich.
    Es ist derzeit einfach noch nicht möglich den sog. Niedriglohn Arbeitnehmer anteilige Kosten für einen "warmen Arbeitsplatz" von Lohn abzuziehen. Wohlgemerkt "noch nicht".

  • Diese Traumtänzer können nur noch mittels Manipulation zurückkommen.

  • Wie viel hat das Interview der Selbstdarstellerin gekostet ?
    In dieser Bananenrepublik sing gekaufte Schreiberlinge zwischenzeitlich günstiger zu haben als ein Sack Möhren.

    Good Night Germany - Welcome to Lummerland

  • Das Interview ist der Brüller des Jahres.

  • Die FDP wird im Bund und in den Ländern nur dann eine Chance haben, wenn sie sich personell und inhaltlich neu aufstellt.

    Zur inhaltlichen Neupositionierung gehört v.a., sich von den zentralen Lebenslügen der anderen Parteien und der Mainstream-Medien abzugrenzen:

    1. soziale Lüge: "Wohlstand ist genügend vorhanden, er braucht nur gerecht verteilt zu werden"

    2. Euro/ Europa-Lüge: "Der Euro und das europäische Zwangskorsett ist gut für Deutschland und Europa"

    3. Integrations- und Asyllüge: "Alle Migranten sind integrierbar, das Asylrecht löst unser Demographie- und Fachkräfteproblem"

    4. Political Correctness "In unserem Land gibt es keine Denk- und Redeverbote"

    Ob die FDP allerdings den Mut zu dieser schonungslosen Ehrlichkeit hat, darf bezweifelt werden, weshalb sich ein Großteil ihrer Wähler wohl bei der AfD wiederfinden wird...

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