Grünen-Politiker vs. FDP-Frontfrau: „Es ist nicht in Ordnung, von Titten und langen Beinen zu reden“

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Bürgerschaftswahlen 2015

Grünen-Politiker vs. FDP-Frontfrau
„Es ist nicht in Ordnung, von Titten und langen Beinen zu reden“

Mit einer anzüglichen Bemerkung hat ein Grünen-Politiker den Wahlsieg der Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Suding kommentiert. Auf die anschließende Empörung reagiert er jetzt – mit einer Entschuldigung.
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BerlinJörg Rupp ist bei den Grünen kein Unbekannter. Als Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann im vergangenen Jahr der schwarz-roten Asylrechtsreform zustimmte, sprach das Mitglied im Landesvorstand von einem „Stich ins grüne Herz“, den Kretschmann der Partei versetzt habe.

Zwei Jahre vorher brachte Rupp Missbrauchsinitiativen aus ganz Deutschland gegen sich auf, als er einen Text in der Tageszeitung „taz“ über Missbrauch und Kinderpornografie im Netz mit den Worten kommentierte: „Und dann wieder die alte Kinderpornoleier.“ Silke Noack, die Geschäftsführerin des Nottelefons Nina in Kiel ging daraufhin Rupp direkt an: „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie ein Landespolitiker so viel dummes Zeug über die Gefahr von Kinderpornografie im Netz verbreiten kann.“

In Bezug auf den Ausgang der Hamburger Bürgerschaftswahl hat sich Rupp (@JoergRupp) nun erneut im Ton vergriffen. Den Erfolg der FDP und ihrer Spitzenkandidatin Katja Suding analysierte er via Twitter mit den Worten: „Muss man sich mal vorstellen: mit Titten und Beinen anstatt Inhalten.“

Daraufhin brach ein Shitstorm gegen den Grünen-Politiker los. Der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle, etwa legte Rupps baden-württembergischen Landesverband via Twitter nahe, Konsequenzen zu ziehen:

Rupp selbst scheint die Empörung über seine Äußerungen überrascht zu haben. „Ein Shitstorm ist eine interessante Erfahrung, auf die man gerne verzichten könnte“, twitterte er. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon einen Link zu seinem Blog mit der Überschrift gepostet: „Entschuldigung für Titten.“

Seite 1:

„Es ist nicht in Ordnung, von Titten und langen Beinen zu reden“

Seite 2:

Suding nimmt Entschuldigung an

Kommentare zu " Grünen-Politiker vs. FDP-Frontfrau: „Es ist nicht in Ordnung, von Titten und langen Beinen zu reden“"

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  • Wem es an Argumenten gebricht, der wird persönlich.
    Vielleicht mag er ja nicht zugeben, daß ihm beim Anblick der Frau Suding die Augen aus dem Kopf gefallen sind. Außerdem muß er ja nicht sie wählen, sondern seine „Grünen Freundinnen“ von denen die meisten eben nicht besonders attraktiv sind, besonders die Frontfrauen nicht.

  • Die beste Wahlwerbung hat der Herr Lindner gemacht, ungewollt zwar , aber sie hat getroffen . Das sollte man auch bei den Grünen mitbekommen haben .

  • Es macht keinen Sinn sich hinter dem Werbebanner der Grünen zu verstecken. Auch was noch darüber hinausschaut kann sich mit Frau Suding nicht messen!

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