Hamburger FDP-Spitzenkandidatin: Sexismus-Attacke auf liberale Frontfrau Katja Suding

Special

Bürgerschaftswahlen 2015

Hamburger FDP-Spitzenkandidatin
Sexismus-Attacke auf liberale Frontfrau Katja Suding

Der Erfolg der FDP in Hamburg hat viel mit der Wahlkampagne der Spitzenkandidatin zu tun. Ein Grünen-Politiker nimmt das zum Anlass, mit deftigen Worten gegen Katja Suding auszuteilen. Die Twitter-Gemeinde ist empört.
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BerlinDer FDP- Erfolg in Hamburg hat viele überrascht. Dass die Partei nach einer Reihe dramatischer Wahlniederlagen mit mehr als sieben Prozent wieder einen Erfolg vorweisen kann, damit hatte kaum jemand gerechnet, zumal die Liberalen im Dezember in der Hansestadt gerade mal bei zwei Prozent gelegen hatten.

Dafür, dass sie der FDP im Bund mit dem Wahlergebnis in Hamburg eine Art kleines Comeback beschert hat, heimst Spitzenkandidatin Katja Suding nun viel Lob ein. Vor allem aus ihrer eigenen Partei. Andere können nicht wirklich nachvollziehen, dass Suding so gut abschneiden konnte.

Ziemlich derb kommentiert ein Grüner aus Baden-Württemberg das FDP-Ergebnis. „Muss man sich mal vorstellen: mit Titten und Beinen anstatt Inhalten“, teilte Jörg Rupp, Mitglied im Landesvorstand der Südwest-Grünen, via Twitter mit:


Die Empörung ließ nicht lange auf sich warten. FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing forderte via Twitter einen Aufschrei gegen Rupp: „Titten und Beine“, so reden #Grüne neuerdings über Politikerinnen“, kommentierte er den Tweet:

Der frühere Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker, reagierte fassungslos und griff die Südwest-Grünen über Twitter frontal an: „Scheiß-sexistisch sind Grüne in BaWü.“:

Was den Grünen Rupp zu seiner Kommentierung veranlasst haben dürfte, ist der Umstand, wie Suding ihren Wahlkampf geführt hat und wie die Medien darauf eingestiegen sind. So tat die ARD-„Tagesschau“ der FDP beim Dreikönigstreffen den Gefallen, mit einem sexistischen Kameraschwenk über die bestrumpfhosten Beine von Suding den Bekanntheitsgrad der Hamburger Spitzenkandidatin um ein Vielfaches zu steigern.

Suding selbst legte noch einen drauf, als sie den „Engel für Lindner“ spielte: In Anlehnung an die Hollywood-Heldinnen „Drei Engel für Charlie“ posierte die 39-Jährige mit Parteifreundinnen unter dem Motto „Drei Engel für Lindner“ im Magazin „Gala“ für Parteichef Christian Lindner.

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Kommentare zu " Hamburger FDP-Spitzenkandidatin: Sexismus-Attacke auf liberale Frontfrau Katja Suding"

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  • was wäre los, wenn sich ein Frontmann mit erigiertem Glied plus Socke zwecks pushups in einer dünnen Strechhose mit vorgestrecktem Unterleib hätte abbilden lassen?

  • Was war/ist falsch daran? Die Frontfrau hat Sex benutzt um bekannt zu werden. Und das hat sie nun mal mit zur Schau Stellung ihren sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmalen gemacht. eigentlich hätte diese Reaktion von Frauen zuerst kommen müssen - aber in solchen Fällen hacken sich Krähen keine Augen aus. Da wird lieber männlicher Sexismus als Bashing Instrument eingesetzt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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