Bulmahn: Jetzt ist ein Kraftakt nötig
Noch 230 000 auf Lehrstellensuche

Vier Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September sind bundesweit noch immer 231 000 Jugendliche auf Lehrstellensuche. Damit waren bei den Arbeitsämtern Ende Juli fast elf Prozent mehr Schulabgänger als „unversorgt“ registriert als zum Vorjahreszeitpunkt.

HB/dpa BERLIN/NÜRNBERG. Der Zahl der Bewerber steht noch ein Angebot von nur 83 500 freien Plätzen gegenüber.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) forderte am Mittwoch einen „solidarischer Kraftakt, der allen Jugendlichen eine Ausbildungschance eröffnet“. Eine neue Debatte über eine Ausbildungsplatzabgabe von Betrieben ohne Lehrlinge lehnte Bulmahn „zum derzeitigen Zeitpunkt ausdrücklich ab“. In den nächsten Wochen gehe es ausschließlich darum, ganz konkret zusätzliche Lehrstellen zu mobilisieren. Die Ministerin: „Wir tragen alle die Verantwortung dafür, dass uns diese schwierige Aufgabe gelingt.“

Arbeitgeber-Chef Dieter Hundt forderte die Unternehmen auf, jede Möglichkeit zur Schaffung und zur Besetzung von Lehrstellen zu nutzen. Aber auch die Jugendlichen müssten mobiler und flexibler sein. Nach Angaben von Hundt bewirbt sich im Westen nur einer von zehn, im Osten nur einer von drei Kandidaten auch außerhalb seiner Wohnregion.

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