Deutschland
Bulmahn plant SPD-Modell zu Studiengebühren

Nach dem Willen von Bildungsministerin Bulmahn sollen Studierende, die die Regelzeit überschreiten oder aus Nicht-EU-Ländern stammen, künftig Gebühren zahlen.

HB BERLIN. Die SPD will ein eigenes Modell für Studiengebühren vorlegen. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sagte dem Magazin «Focus» am Samstag vorab, sie wolle gemeinsam mit den SPD-regierten Ländern und ihrer Partei «in den nächsten Monaten eine einheitliche sozialdemokratische Studienfinanzierung» entwickeln.

Der Plan: So genannte Langzeitstudenten und Studierende aus Nicht-EU-Ländern sollen zahlen. Das Erststudium bleibe für Deutsche gebührenfrei, wenn es in der Regelstudienzeit absolviert würde, kündigte Bulmahn an.

Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin geht es Bulmahn um eine «klare SPD-Positionierung» in der Debatte. Laut «Focus» will die Ministerin ein bundesweites Gutschein-Modell für das Erststudium einführen. Wer zu viele Semester benötigt, um zum Examen zu kommen, soll - wie bereits in vielen Bundesländern üblich - Gebühren zahlen. Weiter hält die Ministerin für sinnvoll, dass «Studierende aus Nicht-EU-Ländern einheitliche Gebühren zahlen» wie sie «Focus» sagte.

Nach dem Willen mehrerer Unionsländer sollen selbst deutsche Studenten dagegen generell 500 Euro pro Semester zahlen. Auch Bundespräsident Horst Köhler forderte erneut, Gebühren in dieser Form einzuführen. Er sehe keinen überzeugenden Grund, der dagegen spreche, sagte er der «Bild am Sonntag». Allerdings müssten Studiengebühren mit einem umfassenden System von Stipendien verbunden werden, sagte Köhler. So hätten auch «jene, die von zu Hause her nicht genug Geld haben, alle Chancen».

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