Bund und Länder bei Förderung einig
Hessen sagt Nein zu Elite-Forschungs-Programm

Auf einen 1,9-Milliarden-Euro-Pakt zum Aufbau von international anerkannter Spitzenforschung an den Universitäten haben sich am Mittwoch 15 Bundesländer und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) geeinigt.

HB BERLIN. Der Reuters vorliegende Beschluss der Wissenschaftsminister sieht vor, das von 2006 bis 2011 rund 1,9 Mrd. € zur Verfügung gestellt werden, um die Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes zu verbessern. 75 % der Summe kommen vom Bund. Mit dem Geld sollen bis zu zehn Gesamtkonzepte von Universitäten zur Spitzenforschung gefördert werden. Diese müssen interdisziplinär arbeitende Einheiten - so genannte Exzellenzcluster - und Graduiertenschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs umfassen. Darüber hinaus werden von dem Geld auch einzelne Graduiertenkollegs und Exzellenzcluster gefördert.

Ein von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) im Januar 2004 vorgestelltes Konzept sah ursprünglich vor, dass bis zu zehn spezielle Elite-Universitäten unterstützt werden sollen, um sie für den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Unions-regierte Ländern hatten den Vorschlag aber nicht zuletzt mit Blick auf den Ende 2004 in der Bildungsfrage eskalierten Streit in der Föderalismuskommission abgelehnt.

Nach Ansicht Bulmahns ist nun der Weg frei für mehr Spitzenforschung in Deutschland. Es handele sich um einen guten Kompromiss, sagte ein Sprecher der SPD-Politikerin. Die Ministerin erwarte von der Union, dass sie bei der Ministerpräsidentenkonferenz nächste Woche dem Kompromiss zustimme. Da es sich um Finanzfragen handelt, ist in der Runde der Regierungschefs Einstimmigkeit notwendig. Hessen hat bisher dem Konzept aber nicht zugestimmt.

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