HB NÜRNBERG. BA-Sprecher John-Philip Hammersen sagte am Donnerstag, es gebe noch kein ausgereiftes Konzept, sondern nur Überlegungen, einen dritten Arbeitsmarkt für eine dauerhafte, öffentlich geförderte Beschäftigung aufzubauen. Bis spätestens Ende des Jahres werde die BA Vorschläge machen, über die dann die Bundesregierung entscheiden müsse. Union und SPD hätten im Koalitionsvertrag den Auftrag für Überlegungen erteilt, wie jenen Arbeitslosen geholfen werden könne, die auf dem regulären Arbeitsmarkt auf Dauer keine Chance mehr hätten.
Anders als im zweiten Arbeitsmarkt, der befristete Förderinstrumente wie etwa die sechsmonatigen Ein-Euro-Jobs umfasst, wäre die öffentlich geförderte Beschäftigung im dritten Arbeitsmarkt auf Dauer angelegt. Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge hatte die BA im Mai auf einem Kongress der Wohlfahrtsverbände ein Konzept vorgestellt. Danach sollten die sozialversicherungspflichtigen, gemeinnützigen Tätigkeiten mit Geldern aus Sonderprogrammen von EU, Bund, Ländern und Kommunen, aber auch durch privates Sponsoring finanziert werden. Hammersen sagte, dieses Konzept sei ihm nicht bekannt.