Bundesagentur für Arbeit
Forscher wagen monatliche Arbeitsmarkt-Prognosen

Ab sofort setzt die Bundesagentur für Arbeit auf ein monatliches Prognose-Barometer, um die Entwicklung der Arbeitslosigkeit vorauszusagen. Die erste Prognose zeigt kaum Veränderungen.
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BerlinDie Forscher der Bundesagentur für Arbeit (BA) wagen mit einem neuen Frühindikator erstmals monatliche Prognosen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Das am Montag vorgestellte Barometer sagt für die kommenden drei Monate wenig Veränderung voraus. Die um saisonbedingte Schwankungen bereinigte Arbeitslosenzahl wird demnach stagnieren. Trotz anziehender Konjunktur zeichne sich ein positiver Trend momentan noch nicht ab, sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.

Das Barometer zeigt für Oktober einen Wert von 99,6 Zählern an. Es kann zwischen 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) und 110 Punkten (stark sinkende Arbeitslosigkeit) schwanken. Für den neuen Frühindikator werden alle lokalen Arbeitsagenturen monatlich zur ihren Erwartungen für die nächsten drei Monate befragt. Die Einschätzungen der treffsicheren Agenturen fließen in unveränderter Form in die Berechnung ein, die der weniger erfolgreichen werden mit einem komplexen rechnerischen Verfahren modifiziert. "Tests zur Prognosegüte zeigen, dass mit dem neuen Frühindikator deutlich präzisere Vorhersagen als mit bisherigen Verfahren möglich sind", sagte IAB-Vizedirektor Ulrich Walwei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Den Aufwand braucht man nicht zu betreiben, um solche Prognosen zu erstellen. Diese Prognosetechnik ist seit 1978, also fast 35 Jahren, bekannt und bedarf keiner Datenzulieferungen seitens der Arbeitsagenturen.

    Handelsblatt-Online könnte testweise eine Zeitreihe über die Arbeitslosenzahlen zur Verfügung stellen und wir können dies testen, ob das Verfahren noch funktioniert.

    Interessant wäre, wenn diese Zahl nach Regionen und Branchen aufgegliedert wäre. Dann könnte man auch feststellen, welche Region aufwärts und welche Region abwärts geht. Gleiches wäre natürlich auch auf Branchen machbar.

    Der große Trick liegt natürlich darin, dass kurzfristig sich überhaupt nichts ändert und geplante Änderungen erst mit gehöriger Verspätung greifen. Der Vorteil einer derartigen Prognosetechnik liegt natürlich da, wo die Trends schon lange erfasst sind, bevor alle Medien darüber schreiben.

    Politisch ist dies mit dem Vorteil verbunden, Land und Leute auf schlechte Zahlen lange vorher vorzubereiten, um damit zu zeigen wie sehr man sich um die Arbeitslosen kümmert. Andererseits kann man ohnehin positiv erwartete Zahlen blumig als seinen Strategieerfolg verkaufen. Er geht also immer bergauf und bergab. Was sich ändert ist die Dauer des Zyklus und seine Intensität.

    Wenn ich mich recht erinnere, schwankte die hier angesprochene Kennzahl 1960 - 1978 zwischen 0,91 und 1,09.

    Das man eine solche Kennzahl auch mit 100 multiplizieren kann, darüber schmunzelt jeder, der schon einmal an einer Schulklasse vorbei ging und darin Mathe gelehrt wurde.

    Das ist dann wie der Vergleich mit "rechnen" und "Mathematik" des Fernsehkochs Lichter.
    ;-))

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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