Bundesagentur für Arbeit
Jobzunahme in Deutschland geht 2017 weiter

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im kommenden Jahr weiter steigen wird. Die anziehende Konjunktur biete gute Voraussetzungen dafür.
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BerlinDie Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer in Deutschland wird nach Einschätzung des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch im kommenden Jahr steigen. „Der Beschäftigungsaufschwung läuft 2017 weiter, aber vorerst mit gedrosseltem Tempo“, erklärte Enzo Weber vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag. Die anziehende Konjunktur biete gute Voraussetzungen dafür, dass der seit dem Sommer ins Stocken geratene Beschäftigungsaufbau wieder in Schwung komme. Auch bei der Arbeitslosigkeit gebe es keine Warnsignale, dass eine Trendwende zum Schlechteren bevorstünde.

Das IAB rechnet damit, dass sich im kommenden Jahr noch mehr Flüchtlinge arbeitslos melden werden. Derzeit sei rund die Hälfte von ihnen beispielsweise aufgrund der Teilnahme an Integrationskursen noch nicht am Arbeitsmarkt angekommen, erklärte Weber. Günstig sei, dass Zugänge in Arbeitslosigkeit aufgrund von Entlassungen seit dem Jahr 2009 immer seltener würden. Die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen seien nur moderat. Die Zahl offener Stellen steige aber weiter.

Die monatliche Umfrage des IAB bei den Arbeitsagenturen ergab demnach, dass sich der Ausblick der Experten vor Ort für die Beschäftigungsentwicklung auf hohem Niveau leicht verschlechtert hat, während sie bei der Arbeitslosigkeit stabil blieb. Das sogenannte IAB-Arbeitsmarktbarometer zeige mit 103,1 Punkten einen positiven Ausblick für 2017.

Die Bundesagentur gibt am 3. Januar die Arbeitsmarktzahlen für Dezember und das Jahr 2016 bekannt. Im letzten Monat des Jahres steigt die Zahl der registrierten Arbeitslosen winterbedingt regelmäßig im Vergleich zum November an. Für das Gesamtjahr wird indes Rückgang der Arbeitslosenzahl um etwa 100.000 erwartet. Erstmals seit 1991 könnten im Jahresdurchschnitt weniger als 2,7 Millionen Menschen arbeitslos gewesen sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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