Bundesagentur für Arbeit rechnet nur mit geringen Rückgang im nächsten Jahr
Institut: 2005 sinkt Arbeitslosenzahl kaum

Im nächsten Jahr sollte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannen. Doch daraus wird wohl nichts: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet nach neuen Berechnungen ihres Forschungsinstituts IAB für 2005 nur einen ganz geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

HB BERLIN. In einer Beratungsunterlage für die Sitzung des Verwaltungsrates am Freitag korrigiert der BA-Vorstand zudem die für das laufende Jahr erwartete Arbeitslosenzahl um rund 20 000 auf 4,377 Mill. im Jahresdurchschnitt nach oben. Für 2005 gehe das IAB bei einem Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent von 4,362 Mill. Arbeitslosen aus, also einem Rückgang um nur 15 000.

Diese neue Projektion der IAB berücksichtige nicht die möglichen Effekte der Hartz-IV-Reform. Diese berge für die Arbeitslosenstatistik ein Risikopotenzial von 300 000 bis 400 000 zusätzlichen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt.

Die BA räumt damit erstmals ein, dass im laufenden Jahr nicht mit einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit zu rechnen sei. Die Bundesregierung, die sich bei ihrer Einschätzung in der Regel auf die IAB-Berechnungen stützt, ging bislang von einem Rückgang um 20 000 im Vergleich zu 2003 aus.

Für 2005 geht die Bundesregierung bisher von weitaus geringeren Zahlen aus. Im Finanzbericht 2005 rechnet sie noch mit einer Zahl von rund 4,27 Mill. Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt.

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