Bundesanstalt für Arbeit hat Zweifel an der Statistik
Boom bei Minijobs dauert unvermindert an

Die Zahl der Minijobber ist im letzten Quartal noch einmal gestiegen. Ob dadurch aber der Arbeitsmarkt tatsächlich entlastet wird, bleibt weiter umstritten.

HB BERLIN. Das Angebot an Minijobs nimmt weiter zu: Die Zahl der offziell gemeldeten geringfügig Beschäftigten stieg in den vergangenen drei Monaten auf knapp 6,4 Millionen. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab. Dies entspreche einem Zuwachs von rund 600.000 Stellen seit Anfang Juli, hieß es unter Berufung auf die jüngste offizielle Statistik.

Die Zahl der so genannten kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse, bei denen Arbeitnehmer bis zu zwei Monate ohne Sozialabgaben und mit niedrigen Pauschalsteuern beschäftigt werden dürfen, sei im vergangenen Vierteljahr um rund 100.000 Stellen gestiegen, hieß es weiter.

Wie stark der Minijob-Schub den Arbeitsmarkt belebt, ist allerdings umstritten: Nach einer unveröffentlichten Studie des zur Bundesanstalt für Arbeit (BA) gehörenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wachse vor allem die Zahl geringfügiger Nebenbeschäftigungen, etwa in Callcentern, hieß es weiter. Die Arbeitslosigkeit werde deshalb kaum gesenkt.

Die BA hatte bereits in der Vergangenheit Zweifel an den Minijob-Statistiken geäußert: Zwar seien seit Jahresanfang viele Minijobs angemeldet worden, hieß es im Sommer. Ein Großteil düfte aber schon vorher existiert haben - als Schwarzarbeit.

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