Bundesarbeitsministerin
Zuschussrente für Geringverdiener wird kommen

Arbeitsministerin von der Leyen warnt vor einem Vertrauensverlust in das Rentenystem und sieht die Notwendigkeit einer Zuschussrente für Geringverdiener in Deutschland. Andere Länder hätten dies schon längst eingeführt.
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BerlinAngesichts wachsender Angriffe auch aus den eigenen Reihen hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ihre Pläne zu einer Zuschussrente für Geringverdiener verteidigt. „Ich gehe fest davon aus, dass die Zuschussrente kommt“, sagte die CDU-Politikerin der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Sie habe „einen guten Kompromiss vorgelegt“.

Fast alle hoch industrialisierten Länder hätten einen Rentenausgleich für Geringverdiener. Das dies in Deutschland nicht so sei, müsse sich ändern, sagte von der Leyen. Von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fühle sie sich dabei nicht alleingelassen. „Im Gegenteil“, sagte sie, „als Rentenministerin muss ich für meine Themen streiten. Die Kanzlerin muss das Gesamtbild im Auge haben, da vertraue ich ihr.“

Verhindern müsse man, dass die Bezieher geringerer Einkommen das Gefühl hätten, es lohne sich nicht mehr zu arbeiten und fürs Alter vorzusorgen, weil sie am Ende ohnehin auf die staatliche Grundsicherung angewiesen seien. Dann verliere das Rentensystem an Vertrauen, mahnte die Ministerin.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @Anklage: Völlig richtig. Wären die Renten ein in sich abgeschottetes System hätten wir auch kein Vertrauensproblem. So lange diverse Haushaltslücken aus den Rententöpfen finanziert werden allerdings schon.

    Ich plädiere dafür jedem Bürger die Option auf einen Austritt aus der gesetzlichen Rentenversicherung anzubieten. Mit einem um 19,6% höheren Nettoeinkommen kann jeder persönlich eine deutlich effizientere Altersvorsorge erwirtschaften, als es das deutsche Umlagensystem vermag.

  • ich glaube nicht, das der bundesbürger einen vertrauensverlust bezüglich der rentenkassen hat. diese sind doch eigentlich voll. vielmehr muss ein vertrauensverlust der bürger gegenüber der politiker deutlich gemacht werden, denn diese bedienen sich ständig am rententopf bzw. doktern am patienten rum, der vorher völlig gesund war und nun ohne arme und beine kopfschüttelnd und sabbernd im rolli sitzt.

  • meiner Nachbarin vor drei Jahren auf Rente,hat das
    Herz geblutet als sie den Hubgerlohn nach Jahren der
    Mühsal ansichtig wurde..Sie war in den fünzigern mit
    zwei Kindern alleinerziehend und es ging nur Heimarbeit.
    Später Verkäuferin in einem Gemüseladen..
    Man riet ihr,ihren alten Hund und Katze Susi ins
    Tierheim abzugeben,wenn sie satt werden wolle und
    Strom und Telefon nicht mehr bezahlen könne..
    Solche Fälle gibt es zu Hunderttausend mitten im
    reichen Deutschland..

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