Bundesautobahnen: Kanzlerin gegen generelles Tempolimit

Bundesautobahnen
Kanzlerin gegen generelles Tempolimit

Auch angesichts des neuen UN-Klimaberichts steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einem generellen Tempolimit auf deutschen Autobahnen ablehnend gegenüber. Statt dessen plädiert Merkel dafür, in der Europäischen Union Abgasgrenzwerte einzuführen.

HB HAMBURG. „Die Diskussion über ein generelles Tempolimit sehe ich nicht“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. „Viele Autobahnen haben Beschränkungen, sind mit Verkehrsleitsystemen ausgestattet oder auf Richtgeschwindigkeiten ausgerichtet. Das dient dem Klimaschutz.“ Der CDU-Umweltbeauftragte Ole von Beust hatte kürzlich ein generelles Tempolimit nicht ausgeschlossen.

Der am Freitag vorgestellte UN-Klimabericht prognostiziert einen Temperaturanstieg um bis zu 6,4 Grad und die Erhöhung des Meeresspiegels um mehr als einen halben Meter bis zum Ende des Jahrhunderts. Das Dokument stellt die Verantwortung des Menschen für die globale Erwärmung so deutlich heraus wie nie zuvor.

Merkel plädierte in dem Blatt dafür, in der EU nach Autogröße gestaffelte Abgasgrenzwerte einzuführen. „Ich bin für weitere Absenkungen des CO2-Ausstoßes auch bei Autos. Aber man kann nicht alle Autos über einen Kamm scheren. Kleinwagen müssen andere Grenzwerte als ein großes Familienauto haben. Deshalb sind pauschale Abgasgrenzwerte falsch“, sagte die Kanzlerin. „Wir brauchen ehrgeizige, aber eben unterschiedliche Reduktionsziele für die verschiedenen Marktsegmente bei Autos. Wer die großen Autos herstellt, der kann nicht den geringsten Schadstoffausstoß haben.“

Merkel bekannte sich zu dem Ziel, den Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen in Europa bis 2012 um ein Viertel zu senken: „Wir haben in Europa in den letzten zehn Jahren einiges erreicht, wollen aber noch mehr tun. Unser Ziel ist es, bis 2012 die durchschnittlichen CO2-Emissionen von Neuwagen auf 120 Gramm pro Kilometer zu reduzieren. Das sind noch einmal weitere 25 Prozent Verbrauchssenkung.“

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