Bundesbank rechnet mit spürbarer Konjunkturbelebung
Welteke fordert Einigung im Reformstreit

Im kommenden Jahr wird es in Deutschland eine spürbare Konjunkturbelebung geben. Diese Meinung vertrat Bundesbank-Chef Ernst Welteke in Frankfurt. Er forderte die Politik zugleich auf, mit den von der Bundesregierung geplanten Steuersenkungen und Reformen ihren Beitrag zu leisten, da der Aufschwung noch nicht selbsttragend sei.

HB FRANKFURT. „Es ist zwingend erforderlich, dass es im Vermittlungsausschuss zu einem Ergebnis kommt“, sagte Welteke am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz der Deutschen Bundesbank in Frankfurt. Der starke Euro sei derzeit keine Belastung für die Exportwirtschaft. Für die Leitzinsen in der Euro-Zone sagte Welteke - auch Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) - voraus, diese könnten weiter niedrig bleiben

.

Die deutsche Konjunktur hat nach Ansicht Weltekes im Schlussquartal 2003 wieder Tritt gefasst und dürfte 2004 weiter zulegen. „Ich gehe von deutlich höherem Wachstum im nächsten Jahr aus.“ Die von vielen erhoffte Binnennachfrage werde allein aber nicht ausreichen, um ein nachhaltiges Wachstum zu tragen. „Es kann noch nicht die Rede sein von einem sich selbst tragenden Aufschwung.“

Die Geldpolitik der EZB biete eine gute Grundlage für die Konjunkturerholung, sagte er mit Blick auf das niedrige Leitzinsniveau von 2,00 Prozent. „Im Augenblick sind wir auf historisch niedrigem Niveau, dem niedrigsten der Nachkriegszeit - und wenn Sie das in Rechnung stellen, bleiben sie sicher noch länger niedrig.“

Steuersenkung für mehr Vertrauen in der Wirtschaft

Um das Vertrauen in die Wirtschaft zu stärken, muss die geplante Steuersenkung nach den Worten Weltekes jetzt beschlossen werden. Er hoffe, dass sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat deshalb endlich einige. Rückschlagsgefahren für die Konjunktur gingen noch von den Defiziten in Haushalt und Leistungsbilanz in den USA aus.

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