Bundesbank
Welteke gegen Goldverkauf zur Finanzierung der Steuerreform

Bundesbank-Präsident Ernst Welteke rechnet damit, dass die Bundesbank in diesem Jahr einen deutlich geringeren Gewinn ausweisen wird. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sieht er optimistisch.

HB BERLIN. Der Präsident der Bundesbank, Ernst Welteke, erwartet für dieses Jahr einen deutlich niedrigeren Gewinn der Bank. «Im Vorjahr betrug der Bundesbankgewinn rund 5,4 Milliarden Euro. 2003 wird er wesentlich geringer ausfallen», sagte Welteke der «Berliner Zeitung» vom Samstag.

Als Grund nannte Welteke die niedrigen Zinsen: Der Gewinn der Bundesbank speise sich hauptsächlich aus den Zinsen, welche die Banken für Notenbank-Geld bezahlen. «Auch die Einnahmen aus den Devisen-Anlagen in den USA sind auf Grund der dortigen niedrigen Zinsen geringer», sagte der Bundesbank-Präsident.

Welteke sprach sich aber dagegen aus, die vorgezogene Steuerreform über den Verkauf der Goldreserven zu finanzieren. «Das wollen wir nicht und es würde auch gar nicht ausreichen.» Selbst bei einem Verkauf der gesamten Goldbestände würde die Bundesbank nur etwa 28 Milliarden Euro an stillen Reserven auflösen.

Optimistisch äußerte sich Welteke zur konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Die Wachstumsprognose von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) von 1,5 bis 2,0 Prozent im kommenden Jahr sei durchaus realistisch, sagte der Bundesbankchef der Zeitung. «Ich schließe sogar nicht aus, dass wir schon in diesem Jahr – wenn auch nur ein sehr geringes – wirtschaftliches Wachstum verzeichnen werden, das sich im nächsten Jahr dann beschleunigen dürfte.»

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