Bundesdelegiertenkonferenz am 20. November
Wahlalternative sieht NRW-Landtagswahl skeptisch

Der Bundesvorstand der linken Wahlalternative, Klaus Ernst, sieht einen Antritt der Wahlalternative bereits zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2005 skeptisch.

HB BERLIN. Wenn die "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" (WASG) "nur zu einem Regierungswechsel beiträgt, ohne selbst zum Sprachrohr im Landtag zu werden, ist nicht viel gewonnen", sagte der Schweinfurter IG-Metall-Funktionär dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Im Gegenteil: Wenn man in Düsseldorf den Einzug verpasse, "bleiben womöglich auch bei der Bundestagswahl unsere potenziellen Wähler weg".

Am Sonntag hatte die Wahlalternative in NRW einen Landesverband gegründet und den Vorstand beauftragt, die Teilnahme an der Wahl in die Wege zu leiten. "Die Chance, über fünf Prozent zu kommen, ist da", sagt Vorstandsmitglied Hüseyin Aydin, im Hauptberuf Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Düsseldorf, dem Handelsblatt. Eine Koalition mit der NRW-SPD komme zunächst nicht in Betracht", da Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) den Sozialabbau von Bundeskanzler Gerhard Schröder voll unterstütze. "Selbstverständlich" nehme die WASG daher eine Abwahl von rot-grün in Düsseldorf in Kauf.

Aus Protest gegen die Agenda 2010 hatten vor allem Ex-SPDler und Gewerkschafter die Wahlalternative gegründet und seither gut 5000 Mitstreiter gefunden. In NRW, Hessen, Bremen, Sachsen und Niedersachsen gibt es bereits Landesverbände, bis Mitte November werde die WASG in allen Ländern organisiert sein, kündigte ein Sprecher an. Eine Bundesdelegiertenkonferenz soll am 20. November die Urabstimmung zur Parteigründung anschieben, die bis Januar stehen soll.

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