Bundesfamilienministerin

Homo-Ehe soll gleicher werden

Nach Ansicht von Ministerin Kristina Schröder leben homosexuelle Lebenspartner „konservative Werte“. Sie macht sich für deren steuerliche Gleichstellung stark und unterstützt einen ungewöhnlichen Vorstoß aus der Union.
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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) im Deutschen Bundestag in Berlin. Quelle: dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) im Deutschen Bundestag in Berlin.

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MünchenBundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Vorstoß einer Gruppe von Unionsabgeordneten für eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften begrüßt. In lesbischen und schwulen Lebenspartnerschaften übernähmen die Partner dauerhaft Verantwortung miteinander und lebten damit "konservative Werte", sagte Schröder der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).

13 Unionsabgeordnete hatten am Montag in einer gemeinsamen Erklärung gefordert, homosexuelle Lebenspartnerschaften steuerlich der Ehe gleichzustellen. Es sei "nicht akzeptabel, dass der Politik immer wieder und absehbar vom Bundesverfassungsgericht vorgeschrieben werden" müsse, die bestehende Ungleichbehandlung abzuschaffen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Fraktionsvize Ingrid Fischbach (CDU) und CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn. Die Fraktionsführung war nach Angaben aus Unionskreisen vorab über die Initiative informiert, die auch über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurde. Demnach soll das Thema nach der Sommerpause in der Fraktion beraten werden.

Mit dem Aufruf reagierten die Unionsabgeordneten unter anderem auf den jüngsten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, das vergangene Woche eine Ungleichbehandlung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe beim Familienzuschlag für Beamte für verfassungswidrig erklärt hatte.

In der Erklärung hieß es, die Unionsfraktion solle "nun endlich auch die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften als unsere eigene politische Entscheidung" umsetzen. Dies würde die Einführung des Steuersplittings für homosexuelle Paare bedeuten, wenn sie in einer eingetragenen Partnerschaft leben.

  • afp
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36 Kommentare zu "Bundesfamilienministerin: Homo-Ehe soll gleicher werden"

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  • Ist das scho Wahlkampf?
    Und die CDU arbeitet darauf hin mit den Grünen zu koalieren?

  • Es ist die Familie, die unter dem besonderen Schutz des Staates zu stehen hat. Weil nur durch Kinder der Fortbestand des Volkes garantiert werden kann.

  • Es geht doch um Toleranz, in der Tat. Aber warum muß die mit steuerlichen Verbesserungen einhergehen? Vielmehr wissen wir doch seit Jahren, dass das Ehegattensplitting die falschen Anreize setzt und bei deutlich zu wenig Geburten durch ein Familiensplitting ersetzt werden sollte. Ich sehe keine Grund darin, ein System von Fehlanreizen nun auch noch auf eine weitere Personengruppe auszuweiten. Es überrascht mich allerdings nicht, dass ein solcher Vorschlag von einer äußerst blassen Ministerin kommt, bei der sich ihre Tätigkeit genau wie ihre Eignung kaum nachweisen lassen. Es ist wie im wahren Leben auch: Solche Leute wollen zeigen, dass sie noch da sind und richten meist Schaden an.

  • ich habe keinen hochroten Wutkopf, sondern amüsiere mich
    stattdessen über Ihre unreflektierende Neigung jeder Zeitgeisteitelkeit Beifall klatschend hinterherzulaufen.
    Bis zum nächsten Skandal Marke Göttinger Organspendenskandal.

  • Aber Sie erheitern mich dennoch. Es gibt momentan nichts lustigeres als sich so einen kleinen Reaktionär und Menschenhasser mit hochrotem Wutkopf vor seinem Rechner vorzustellen.

  • Ich weiß jetzt was ihnen fehlt: Humor. Und das ist widerlich. Bäääh!

  • @ OldTimer,
    dieses Thema ist doch als reine und sinnlose "Beschäftigungsmache für das Volk" zu verstehen:
    Lt. Art 6 GG steht die "Familie" unter dem besonderen Schutz des Staates. Sollen ernsthaft andere Bevölkerungsteile eingebunden werden, bräuchte doch nur der Begriff "Familie" durch z.B. "Partnerschaft" ersetzt zu werden.
    Davon keine Silbe.
    Nun zum Geld:
    Würde das Einkommen aller "Partner" zusammengelegt und dann je Person der Anteil zur Steuer und Sozialversicherung zugeführt, würde jede Person eigenständige Leistungen erbringen und Ansprüche erwerben.
    Genau eine solche gerechtere Abgabenordnung ist doch überhaupt nicht gewollt.

  • Der einzige dem etwas fehlt sind Sie: nämlich moralisches Gespürr und Realitätssinn für die Fehlerhaftigkeit der menschlichen Natur. Sie beklatschen
    ja jede gesellschaftliche Fehlentwicklung. Im übrigen
    verbitte ich mir jegliche unterschwellige Unterstellung, ich sei geistig nicht ganz klar im Kopf. Ihre widerliche Unterstellung mir fehle etwas, ist in diesem Zusammenhang das allerletzte.

  • @DERRichter: Ach, was sind Sie für ein herrlich verkannter Komiker. Aber mal im Ernst: was fehlt Ihnen?

  • Ach, unser oberster Propangandist der ach so unbedenklichen deutschen Organspendepraxis traut sich auch schon wieder aus seinem Versteck. Hat das moralische Waterloo um den Göttinger Organspendenskandal Ihnen doch noch nicht ganz den Rest gegeben. Vielleicht geschieht das ja, wenn die ganzen unerträglichen Auswüchse der Homo-Ehe innerhalb der nächsten Jahrzehnte selbst Ihnen übel aufzustoßen beginnen.

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