Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
Generelles Alkoholverbot für Minderjährige gefordert

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich für eine Verschärfung des Alkoholverbots für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Generell kein Alkohol unter 18, forderte die Familienministerin in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift „Super Illu“.

dpa BERLIN. Zunächst sei es jedoch wichtig, die schon bestehenden Verbote konsequent anzuwenden, betonte von der Leyen. Nach den bestehenden Gesetzen dürfen Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken und es darf keiner an sie verkauft werden. An Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren darf nur Bier und Wein abgegeben werden.

In den vergangenen Monaten hatten immer wieder Fälle von schweren Alkohol-Exzessen von Kindern und Jugendlichen für Aufsehen gesorgt. Ende März war ein 16-jähriger Gymnasiast in Berlin gestorben, nachdem er 45 Tequila getrunken hatte und ins Koma gefallen war.

Es sei grundsätzlich falsch, dass in Deutschland Alkohol gesellschaftlich akzeptiert sei, sagte von der Leyen weiter. Für skandalös hält die Familienministerin außerdem, dass ganze Industriezweige über stark gesüßte Alkoholmixgetränke dafür sorgen, dass empfängliche Jugendliche zu früh und zu leicht an Alkohol gewöhnt werden. Die CDU-Politikerin appellierte an alle Eltern, Kindern ein Vorbild zu sein und selbst weitgehend auf Alkohol zu verzichten. Je später Kinder Alkohol probierten, desto geringer sei die Gefahr, dass sie an hemmungsloses Trinken kommen.

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