Bundesfinanzminister Scholz erteilt Forderung nach deutlich höherem Wehretat Absage

Ursula von der Leyen fordert, dass die Wehrausgaben bis 2025 von 1,2 auf 1,5 Prozent des BIP steigen sollen. Doch Olaf Scholz hält an seinem Haushaltsplan fest.
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„Die Bäume wachsen leider nicht in den Himmel.“ Quelle: dpa
Olaf Scholz

„Die Bäume wachsen leider nicht in den Himmel.“

(Foto: dpa)

BerlinBundesfinanzminister Olaf Scholz hat Forderungen nach einer signifikanten Erhöhung des Wehretats eine Absage erteilt. „Die Bäume wachsen leider nicht in den Himmel“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. Die zehn Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre würden vor allem investiert, um das Digitalnetz auszubauen und Einkommen zu entlasten, die unter der kalten Progression litten.

„Wenn wir all das geschafft haben, bleibt von den Mehreinnahmen natürlich nicht mehr allzu viel übrig für den Wehretat, die Entwicklungshilfe und andere Projekte der Koalition“, sagte Scholz. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert, dass die Wehrausgaben bis 2025 von 1,2 auf 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) steigen sollen. Nach Schätzungen von Experten dürfte der Wehretat damit auf knapp 60 Milliarden Euro wachsen.

Dies ist mehr, als die Haushaltsplanungen für die kommenden Jahre bisher vorsehen, aber weniger als die Erhöhung auf mindestens zwei Prozent des BIP, die US-Präsident Donald Trump von den Verbündeten verlangt. Die SPD hält das Zwei-Prozent-Ziel der Nato für überzogen und streitet darüber mit der Union. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich hinter das Zwei-Prozent-Ziel der Nato, vermied aber Aussagen zu konkreten Steigerungen des Wehretats.

Scholz zufolge werden bei der Arbeitslosen- und Krankenversicherung die Bürger nach Berechnungen des Finanzministeriums um zehn Milliarden Euro entlastet. „Wir senken für alle den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, und wir sorgen dafür, dass die Arbeitgeber wieder die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge leisten“, sagte der Minister. Beide Beschlüsse brächten den Bürgern fast zehn Milliarden Euro.

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