Bundesfinanzministerium
Staat nimmt mehr Steuern ein

Der positive Trend für die Steuereinnahmen hält an. Insgesamt flossen in die Kassen von Bund und Ländern im Oktober 4,1 Prozent Steuern mehr als noch im Vorjahresmonat. Besonders schlug dabei die Mehrwertsteuer auf eingeführte Waren zu Buche.

HB BERLIN. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag im Bundesfinanzministerium. Die Steuereinnahmen des Bundes verbesserten sich sogar um 8,2 Prozent. Trotz der guten Zahlen rechneten die Experten des Ressorts nicht damit, dass die Prognose der Steuerschätzer vom November überschritten wird. Offiziell will das Ministerium die Zahlen am Montag veröffentlichen.

Zu dem Anstieg der Umsatzsteuereinnahmen im Vergleich zum Oktober des vergangenen Jahres um 7,7 Prozent hätten sowohl die Umsätze im Inland (plus 6,3 Prozent) als auch die Mehrwertsteuer auf eingeführte Waren (plus 12,3) beigetragen, hieß es weiter. Das Ergebnis stehe für einen starken Anstieg der Importe aus den Staaten außerhalb der Europäischen Union. Die schwache Konsumlage lasse einen weiteren kräftigen Anstieg der Einnahmen aus der Mehrwertsteuer jedoch als unwahrscheinlich erscheinen. Den Angaben zufolge stiegen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer um rund 80 Millionen Euro. In den ersten zehn Monaten des Jahres sei der Ertrag dieser Steuer sogar insgesamt um 18,3 Prozent gestiegen.

Sorgenkind der Haushälter sei weiterhin die Mineralölsteuer, hieß es weiter. Zwar habe es im Oktober eine Aufwärtsentwicklung von 3,5 Prozent gegeben. Dies sei aber ausschließlich auf starke Zuwächse bei den Mineralölsteuern auf Heizöl und Erdgas zurückzuführen. Die Tabaksteuer entwickele sich nach der jüngsten Steuererhöhung positiv und sei um 3,7 Prozent gestiegen. Es müsse aber abgewartet werden, wie sich das Konsumverhalten in den Folgemonaten entwickeln werde.

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